Willkommen auf REALSQPL zum World Final 2004 Report

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Episode 3 :


Es war einmal vor langer Zeit in New Mexico...


...und da begann das Ende meiner Reise... !

So, endlich nach mehr Zeit als angenommen hab ich endlich den Bericht fertigstellen können. Er umschreibt die letzten 11 Tage und ca. 6000 km der ÜSA 2004 Reise und ist nicht minder interessant als die Vorherigen. Er sollte eigentlich der Kleinste der drei Teile werden, wurde aber bildtechnisch der Grösste.Der Hang zum Detail hat mich halt auch hier nicht losgelassen. Aufgrund des vielen positiven Feedbacks über die beiden vorhergegangenen Teile bin ich aber zuversichtlich das auch der dritte Teil trotz seiner Grösse ankommen wird ! Viel Spass.

Tag 24:
"Clovis/New Mexico, where´s the Pumpkin ?"



Am Morgen strahlte schon kräftig die Sonne. Was allerdings der Aussentemperatur nicht sehr geholfen hat. Es ging ein kühler Wind und es war nicht wärmer als 12-15 Grad schätz ich. Also schön Jäckchen anziehen ! Jetzt sah das müffelnde Minikuhkaff schon freundlicher aus als in der schwarzen Nacht. Zum Glück gleich ein McD und Taco Bell gegenüber. Da es bei McD ein Angebot gab bei dem man 2 McMuffins für nen Dollar bekam (also 75 Cent (c; ) gings erstmal da hin. Danach auschecken und Tanken. Bin dann noch bisschen durch Hereford gegurkt um dieses typische Kleinstadtszenario mir anzukucken um auch wirklich sicher zu sein das die immer gleich aussehen. City Hall, Fire Departement, Sherriff Station, Rathaus Platz etc. Alles immer gleich angeordnet. Nun aber die 300km auf nach Clovis, wo Nate seinen Shop hat und wo der "Pumpkin" steht. Passend zu Helloween hätte er ihn eigentlich rausstellen können...




Vorbei gings an endlosen Feldern mit Kühen und sehr oft sah man diese mobilen Bewässerungsanlagen. Und immer parallel zur Strasse die Bahnlinie. Dort fuhren dann kilometerlange Züge entlang. Bim Bim Bim Bim, hoffentlich musste man da nicht über ne Schranke wenn zufällig ein Zug drüberfährt. Und hier und da huschte so ein Strauch über die Strasse. Ihr wisst schon, diese runden Dinger die man aus den Western kennt. Weiss jetzt nicht mehr wie sie heissen. "bushballs" oder so, hehehe. Die Fahrt war eigentlich nicht spektakulär, da wie gesagt Alles recht gleich aussah und das Land recht flach ist. Einmal ist das ok, aber wenn ich da öfters langmüsste, würd ich bekloppt werden. Dann erreichte ich endlich Clovis, eine 20 000 Seelen "Gemeinde" und fand auch sofort Nates Shop, "Eastern Audio".




Nachdem ich mich durch den eklig kalten Wind vom Auto zu der Eingangstür gequält hatte, fragte ich gleich den ersten Jecken den ich sah nach Nate. Irgendwie erkannte man mich und schüttelte mir sogleich die Hand. Nate sass hinten in seinem Büro und kam dann auch gleich angelaufen. Nach der Begrüssung hat er mich ein bisschen durch den Shop geführt, der recht nett gestaltet ist. Nicht so gross wie Audio Plus, dafür aber sein Eigen. Hinten in der Einbauwerkstatt stand sein neues Spielzeug. Sein Chevy Impala mit knapp 600 PS. Damit fährt er 1/4 Meilen Rennen. Natürlich hat er gleich die Kiste angeworfen und mir seinen Spezialauspuff gezeigt. Mit nem Knopf kann er Krümmer von Dämpfer trennen, und dann wirds mächtig laut ! Hab das mal mit der Videokamera festgehalten. Natürlich in Live 100mal besser, da reissts im Gebälk ! Jo, und hinten, gut geschützt unter Bezugsfilz sah ich dann den "Pumpkin". Nate´s dB Drag Auto das dieses Jahr Pause hatte. Die Regeln und diverse Sachen haben Nate nicht gepasst, auch das der Sponsor Kicker nicht so das Wahre war war mit ein Grund mal was Anderes zu machen. Aber er beobachtet die Scene und hat sich noch nicht komplett zurückgezogen. In der anderen Eckke stand auch noch ein neues Projekt, das aber leider nie vollendet wurde. Ein Astro Van, schon umgebaut zu nem Extrem. Ich hätt ja mal gefragt was der kosten soll, aber was ich von Extrem Autos halte weiss man ja. Naja, wenns mal ganz langweilig wird vielleicht.





Da es schon Nach Mittag war, knurrte uns der Magen. So haben wir uns auf ins Chilli´s gemacht, wo ich diesmal eingeladen wurde. Danach wieder zurück zum Shop und noch paar Daten ausgetauscht. War wirklich sehr nett und entspannt und ich hab mich echt gefreut das es Nate gut geht. Leider hatte er die Now Noise CD von nem Angestellten "geklaut" bekommen und ich hatte keine andere dabei zum Kopieren. Aber Gabe wird ihm ne Kopie zukommen lassen denk ich. Jetzt gings ans Verabschieden.



Nate wohnte mal in Roswell und hat da nen Bruder verloren bei ner Schiesserei. Ja der wilde Westen. Deshalb warnte er mich vor den schlimmen Ecken. Und er hat noch nen Bekannten (der gleiche wie von Mike Hughes) der dort nen Shop hat, nicht weit vom UFO Museum, wo ich ja hinwollte. Ansonsten gäbe es nicht sehr viel zu sehen dort. Also bin ich los, denn die 450 km sollten heute noch drin sein. Noch in Clovis sah ich im Rückspiegel ein paar Skelette die mir in nem Auto folgten. Da hatten sich paar Jecken für Helloween verkleidet, sah echt lustich aus. Hab sie gleich mal fotografiert.




Lustig ging die Fahrt dann durch Strauch Sand und Gestrüpp weiter bis in den Sonnenuntergang, der mal wieder genial war und einzigartige Motive lieferte. Da ich beim Fahren eh nicht viel zu tun hatte als ab und zu drauf zu achten das ich nicht von der Strasse abkomme, wurde das halt ausführlich geknipst. Dann gings ca. noch 4 Stunden durch die Dunkelheit bis dann Roswell nah war. Schon sah man komische Lichtereignisse um einen rum und über einem drüber. Was das wohl war? Jedenfalls war Eines davon der Mond, der recht klar über der Wüste zu sehen war. In Roswell angekommen hab ich erstmal ein paar Hotels abgeklappert um eines mit I Net zu finden. Lagen Alle so um die 70 Dollar was mir zu viel war. Doch dann kam ich an das Frontier Motel, was mit insgesamt 34 Dollar der Hit war. DSL per Kabel, Kühlschrank und Mikrowelle im Doppelbettzimmer. Sogar nen Fernsehsessel hatte ich. Und Frühstück mit mehr Auswahl gabs auch. Aber nicht das das jetzt ein gescheites Frühstück gewesen wäre, nee, nur halt mehr Auswahl an Plunder, hehehe, aber immerhin. Also hab ich erstmal ne Runde gesurft und dann die Bilder des Tages im Notebook gespeichert und dann gings ab in die Heia. Morgen Alienjagd angesagt...








Tag 25:
"Roswell 47...ääähm 2004 ! Ü.T. nach Hause schmieren..."



Da war ich nun ! In dem Kaff wo doch in den späten 40ern sooo viele Ufo´s gelandet sind. Mal sehen was da dran ist. Also nach dem Frühstück (wie mans halt nennt) ausgecheckt und die 2 Hauptstrassen langgefahren. Mehr sollte man sowieso nicht machen und bloss nicht in den Südosten von Roswell hineinfahren, denn da würde es laut Mike und Nate wild zugehen. So bin ich über Kreuz die 2 Strassen gefahren, die eine raus nach Roswell und wieder zurück. Eigentlich wirklich nix spektakuläres, wie ich mir aber schon gedacht hatte. Nur halt hier und da paar aufblass UFO´s mit den bekannten Aliens zu sehen. (Die auch Fusion hat, und ich jetzt auch (c; ). Und halt die "Alien Bars". Grossartig isses aber nicht. Das UFO Museum ist an der Kreuzung der beiden Strassen. Und der Shop der Bekannten von Mike und Nate ist da auch in der Nähe. Also bin ich erstmal dort hin und hab geparkt und mir den Shop angeschaut.




Wirklich sehr sehr klein mit insgesamt 5 Subs und 2 Amps sowie 3 Radios in der Ausstellung. Wie ich mir schon dachte kann man auch in Amerika nicht reich werrden mit Car Hifi, insofern man nicht grad nen Namen hat, und selbst dann wirds schwer. Hab den Jungs mal die europäischen Magazine gezeigt worauf die ganz erstaunt waren. Klar, in der Höhlenwelt erwartet ja keiner Hi Tech !





Hab das Auto dagelassen und bin ins ca. 300 Meter entfernte UFO Museum gegangen, wo ich doch paar lustige Fotos machen konnte. Ein Alien hatte sogar ne Kult Kappe auf... Ok, das Museum besteht eigentlich grösstenteils nur aus ner Sammlung von Zeitungsausschnitten und wie sollte es anders sein, einer ausführlichen Dokumentation der amerikanischen Kriegsmaschinerie. Fragen bleiben weiterhin offen ob es nun Aliens gibt oder nicht. Interessant war die (noch unvollständige) Karte mit UFO Sichtungen aus der ganzen Welt. Da konnte man auf diverse Knöppe drücken, und dann leuchteten halt bunte LEDs in den verschiedenen Bereichen auf. Leider war Deutschland nur so gross das drei LEDs Platz hatten. Is ja auch nicht interessant für Aliens in den Höhlen rumzufliegen und uns Neandertaler zu beobachten. Gut, dann war da noch das Alien in der "Stasis" Röhre und natürlich die berühmte Szene mit der Sezierung. Nachgestellt mit Schaufensterpuppen natürlich. Und ein zwei "Kunstwerke" die sich mit dem UFO Phänomen beschäftigten. Ne Plastikkuh mit Zeitungsauschnitten tapeziert. Nunja...






Hab mir dann noch nen Penny durch die Prägemaschine leiern lassen, man will ja was zum Zeigen haben. Dann bin ich noch bisschen rum, hab fotografiert und mir letztendlich im Souveniershop ein Miniplüschalien und eins zum Aufblasen gekauft. Dabei hab ich drauf geachtet das ich nicht mehr wie 8 Dollar ausgebe. Das ist zwar möglich aber sehr schwer, denn der Tand is recht teuer. Aber so wird halt in Amiland Geld gemacht. Billich in SCHINA produzieren lassen, und hier (also da) teuer verscherbeln. An sich kein Verbrechen und nur wirtschaftlich gedacht. Und solange sich die "Zahlenden" nicht beschweren und sich freuen (z.B. über ein 280 Dollar teures mini Mastodon, komm ich später noch drauf zurück) gehts ja noch. Wird ja auch noch scön im TV Werbung gemacht, wo der Dad mit seinem Son aufnem NBA Spiel war und dann mit Tand bepackt um die 380 Dollar zahlen muss. Nachdem er das Gesicht verzogen hat, und dann aber seine Kreditkarte ausgepackt hat, war die Welt wieder in Ordnung. Nur soviel wieder dazu. Und ich verliess nun das Museum, ging zu meinem Auto, verabschiedete mich von den Jungs aus dem Shop, fuhr zu Sonic um mir den neuen "Pepper Jack" für knapp 5 Dollar reinzuziehen (2 Scheiben Fleisch mit 4 Scheiben Pfefferschmelzkäse in 2 Scheiben Toast) reinzuziehen.






Dann gings weiter nach Artesia, das eine Zwischenstation auf dem Weg nach El Paso war. Mike Hughes "ward" da gebohren, und ich hab halt diese Route gewählt und bin mal vorbeigefahren. Zu sehen gabs nix, aber ich war halt mal da, wenn ich schon mal da war. Dann weiter nach Alamogordo. Dafür musste ich durch eine Art Berg Kette fahren. Das war landschaftlich gar nicht mal schlecht. Ich glaub es ging auf über 3000 Meter hoch. Oder mehr.





Ich durchquerte Cloudcroft und konnte zum Glück dort tanken, denn viel Sprit hatte ich nicht mehr und plötzlich gab es keine Tankstellen mehr als ich in das ca 80 km lange Bergstück einfuhr. Schon mit leuchtender Reserve kam ich vor Cloudcroft an ne Tanke, die aber grad repariert wurde, also nicht ging wie mir das freundliche Mädchen drinnen sagte. Komisch, warum machen die den Laden dann nicht dicht? Sitzt die den ganzen Tag rum und erzählt vielleicht 20 Leuten, wenns hochkommt, das es hier nix gibt. Naja. Aber "schon" in 15 Meilen gäbs die nächste Tanke. Wasser und Blut hab ich geschwitzt, aber es dennoch geschafft. Ich glaub ich hab ne halbe Gallone mehr getankt wie eigentlich reingeht, so leer war der Tank. In Cloudcroft war das dann. Die haben da eine Strasse mit alten Häusern im Western Stil. Da gibts auch ab und an Aktionen. Heute waren nur paar Biker da und sonstige Touristen. Und naja, Leute mit Wahlplakaten sind da rumgerannt und haben mit fröhlichen Geichtern bekundet was der Buschhaufen doch son feiner Kerl is, und das es ne klasse Sache wäre wenn man ihn wiederwählt. Sollen se machen.





Ich bin dann weitergetuckert nach Alamogordo. Vorbei an interessanten Felsenformationen und der sich schlängelnden Strasse hinab, verliess ich die Bergkette und sah eine herrliche Tallandschaft vor mir liegen, wieder gefolgt von Bergen im Hintergrund. Die Weitsicht betrug mindestens mal 80 kilometer und ganz hinten leuchtete das White Sands Gebiet, das ich unbedingt noch bei Tageslicht erreichen wollte.







Nach Alamogordo, was auch wieder entlang einer Bergformation lag, fuhr ich dem Sonnenuntergang entgegen Richtung White Sands. Allerdings ist das ein abgesperrtes Gebiet und ich hätte nochmal 40 50 Meilen Umweg gehabt. So entschied ich mich es auszulassen. Hab dann lediglich den Rand gesehen mit dem weissen Sand. Sehr schade eigentlich aber die Zeit drängte. Hab mich dann noch mal kurz entschlossen in das Gebiet der White Sands Missile Range einzudringen, denn da gabs ein Raketenmuseum, aber auch hier wieder ein Umweg von 30 Meilen.




Deswegen den Tempomat auf 95 gestellt (80 erlaubt) und ab weiter nach Las Cruches, denn wenn ich schnell vorrankäme, könnte ich noch El Paso sehen im Sonnenuntergang. Da ich dort mal Bekannt- und Verwandtschaft hatte, wusste ich das es dort schöne Sonnenuntergänge geben soll. Das war dann auch das letzte Tagesziel. Wollte mir dann dort oder in der Nähe ein Zimmer nehmen. Kurz vor El Paso wurde der Verkehr dichter und die Sonne kratzte schon an den Bergen. Noch 15 Meilen hatte ich bis Stadtmitte. El Paso is ja direkt an der Mexikogrenze und da gibts ne Menge Flüchtlinge. Deswegen gab es 2 Polizeikontrollen bis ich da war. Hatte aber keinen Mexikaner im Kofferraum, und dies auch nicht vor. Entlang der Strasse ist eigentlich El Paso nur eine riesige Soldatensiedlung. Mords wohnenswert find ichs nicht. Vielleicht isses bei Tageslicht schöner. Aber man konnte schon rüber nach Mexiko kucken. Wenn man nicht wüsste das da die Grenze verläuft, würde man es nicht glauben. Schon ein interessantes Gefühl. Dann kam ich endlich in die Stadt und konnte noch paar Gebäude in der untergehenden Sonne knipsen. Etwas ausserhalb des Stadtkerns war dann ne Art Mexikanerviertel. Da fuhr ich durch abertausende Mexikaner die da rumliefen. Meine Richtung war wieder aus El Paso raus und so sah ich ein herrliches Abendrot, was ich natürlich gleich auf "Speicherkarte" bannte (hörte sich früher schöner an wenn man sagte "auf Film, oder Zellophan"). War wirklich sehr beeindruckend was man hoffentlich erkennen kann auf den kleinen Bildern.







Jetzt war es aber schon richtig dunkel und ich fuhr zurück zu dem Motel an dem ich vorher vorbeigefahren war und mir eine Markierung auf die Karte im Labtob gemacht hatte. Der freundliche Herr an der Rezeption (der übrigens auch Soldat in Deutschland war vor ein paar Jahren) sagte mir den Preis von 95 Dollar die Nacht, und ich verabschiedete mich dann freundlich von ihm. War noch nicht wirklich müde. Es war ca. 180 Uhr jetzt. Villeicht konnte ich noch ein paar Meter, oder halt Meilen schaffen in Richtung Tucson, was mein nächstes Ziel war. Hatte gehört dort gäbe es alte Filmstudios, wo bekannte Filme wie "Die drei Amigos", "Tombstone" und alte Schinken mit Kirk Douglas etc. gedreht wurden. Das setzte ich noch mit auf meine Liste, denn ich lag gut in der Zeit. Da ich erst Montag Abend bei Alma sein musste, weil die in Mexico City war auf ner Show, hatte ich Gelgenheit ein paar zusätzliche Sachen zu machen. Ich hatte schon Prospekte in den Hotels gesammelt und entschied mich halt noch bevor ich nach Tucson fuhr einen Abstecher nach Tombstone zu machen, wo sich Wyatt Earp und Billy the Kid Löcher in den Pelz gebraten haben früher. Nach ca. 250 oder 300km war ich dann in Lordsburg fündig geworden und fand ein Motel was lediglich 26 Dollar kostete. Im Grunde bestand es aus vom Bau bekannten Containern mit wenig Luxus darin. Aber da es neu war, war es sehr sauber und ich wollte nur pennen damit ich morgens früh gleich nach Tombstone aufbrechen konnte. So nahm ich das und fuhr auf den Parkplatz auf. Da bekam ich einen reisen Schreck. Da stand doch glatt ein Autotrailer mit ner Art Rennauto (aber mehr so Crashcarmässig) drauf. Und wies der Teufel wollte, kamen die Jungs aus Finnland ! Ochnööö dachte ich, bitte keine Müllfinnen jetzt hier. Aber es war ruhig und ich schlich mich schnell in mein Zimmer, äh, Containerdings. Kam mir vor wie bei Big Brother. Noch schnell Bilder speichern und ab in die Falle.






Tag 26:
"Tombstone : Auf den Spuren von Wyatt Earp und Buffalo Bill..."



Während der Nacht erkannte ich nen weiteren Grund warum das Motel so billig war. Alle Augenblicke fuhr ein Zug durch das Kaff. Und diese Dinger haben furchtbar laute Tröten vorne dran. Und hinten, und in der Mitte. Und damit tröten sie dann wenn se losfahren, wenn se halten, wenn se an ner Schranke vorbeifahren, also fast immer. Das man auch ja merkt das da ein Zug kommt. Und wegfährt, und vorbeifährt. Als ob man das vom Gerappel was dann herrscht nicht auch schon wüsste. Nicht selten rollen diese bis zu 1 km langen Haufen minutenlang an einem vorbei. Ich hab einen für 2 oder 3 Minuten gefilmt. 5 Loks waren da enthalten drin. 2 Vorne, 2 hinten, und eine in die Mitte reingeschmiert. Schon Wahnsinn. Wahrscheinlich waren die Dinger voll mit Pomm Fritt oder Hamburgern (oder Zubehör), denn die Amis vertilgen da so Einiges. Halbe Kühe waren vielleicht auch drin. Was auch immer. Ich hab dann ausgecheckt und bin weiter nach Tombstone wo ich auf Wyatt Earps Spuren wandeln wollte.





Da es eigentlich nur 150 km waren, wovon ca. 30-40 km fast querfeldein gingen durch Hügel und Felsen.Da kam richtig Westernfeeling auf, wenn man bedenkt das die Jecken da früher mit ihren Gaulas langgallopiert sind durch die Prärie. Natürlich gings wieder durch ne Polizeikontrolle. Immernoch war man ängstlich das nicht doch ein Mexikaner durchs Netz geschluppt war. Doch dann erreichte ich die Stadtgrenzen von Tombstone und fuhr mit meinem "Wagen" ein. Das Örtchen ist mehr auf einem Hügel gelegen und man konnte früher bestimmt prima kucken ob und wer da angeritten kam. So Festungstechnisch. Man wollte ja in diesen gefährlichen Zeiten vorbereitet sein. Ausserdem, so sagte man mir, gab es früher öfters mal diese Herden wildgewordener Rindviecher (Stampede genannt) die durch die Prärie jadgten und Alles mitrissen und niedertrampelten was ihnen in die Quere kam. Ähnlich wie beim Winterschlussverkauf in der Neuzeit. Da war man auf nem Hügel etwas sicherer, weil wenn die Kühe oben angekommen waren, waren sie zu müde zum Rennen, meistens jedenfalls.









Das Stadtbild ist im Kern noch weitgehend an das Original von vor hundert, zweihundert Jahren gehalten. So soll es zumindestens den Eindruck machen. Na alte Kirche und das Gerichtsgebäude sind zu sehen. Und dann war da die Hauptstrasse. Eine für Autos gesperrte Strasse in der Saloons, Drugstores, Sheriffgebäude etc. standen. Dort liefen dann vereinzelt verkleidete (oder waren es echte?) Leute aus der alten Zeit rum und liessen ein bisschen Atmosphäre aufkommen. Als ich eintraf sah ich nur von der Ferne 2 einzelne Kerle auf der Strasse stehen. Drumrum Leute. Aha, da war es wohl mal wieder so weit. Noch während ich vorlief, ging das Geballer los. Ich sah keine Details aber ich konnte die letzten Züge noch mit der Kamera einfangen. Da war ein Showduell im Gange. Das letzte des Tages. Die hören da alle sehr früh auf mit der Arbeit wohl. Naja, son Gunshooting is auch anstrengend. Gerade wenn man 3 4 mal am Tag erschossen wird. Dann wurde der Schuft noch aufgeknüpft und somit war die Vorstellung beendet. Jetzt konnten die Zuschauer noch Bilder machen mit den Darstellern. Ich stand in bekannter Pose und lichtete mich mit der Szene ab als ein Cowboy, sah echt aus wie Wyatt Earp oder zumindestens seine Reincarnation, ankam und meinte er müsse das Bild von mir machen. Nachdem ich im erklärt und gezeigt hatte das das auch so geht, hat er doch eins gemacht und ich hab dann nochmal eins von uns beiden gemacht. Dann kamen die Pickups und bauten die ganze Szene ab. Nahmen Galgen und Gelump mit. Jetz konnte man nur noch durch die ca. 400 Meter lange Strasse schlendern und die verschiedenen Stores, die wieder mit reichlich Plunder zum Kaufen ausgestattet waren. Einzig alleine die echten Ledersachen waren interessant. Son Cowboyhut wärs schon. Hatte ich ja in Nashville schon mit geliebäugelt. Mit den Stiefeln muss ich wegen meinen schlechten Beinen und Füssen aber vorsichtig sein. Und so ne Schutzhose brauch ich zum Mopedfahren eh nicht. Die würd bei 300 Sachen und mehr eh weglfliegen wenn ich meine "Horses reide". Oder sich in die Kette wickeln wenn ich überhaupt so schnell werden würde mit dem ganzen Geflatter. Aber näher hab ich mir den Kram net angekuckt, sonst hätt ich bestimmt wieder ein "Made in China" Schild gefunden. Wollte mir dann von Miss Daisy im Saloon ein saftiges Steak servieren lassen. Doch Miss Daisy war ein Vampir und das Steak alles andere als saftig. Leider auch nicht sehr wohlschmeckend. Schade. Da ja gerade Helloween war, rannten alle verkleidet rum und es hingen überall diese schrecklichen Kunstspinnweben rum. Glaube nicht das im Wilden Westen das so war. Man stelle sich Duelle vor bei denen Graf Dracula gegen King Kong antritt. Oder dann ein Gespenst am Galgen baumelt. Hehe, die Amis wieder.










Nach dem Essen, das diesesmal wie gesagt der reinen Nahrungsaufnahme ohne jeglichen Genuss diente kuckte ich mich noch bisschen um und ging mal paar Schritte aus der Stadt. Auf der einen Seite war eine alte Miene die aber nun nur noch zum Anschauen da war. Ringsum standen alte originalgeräte und Wagen. Auch ein ganz altes Fordmodell witterte da vor sich hin. Kameraüberwacht und mit berphren verboten Schildern ausgestattet. So sollte doch die "Natur" ihren Weg ungestört gehen können wohl. Aber gegen ein Foto hatte man zum Glück nichts. Jetzt wieder zurück zum Auto welches auf einem doch recht raren Parkplatz stand. Obwohl es in dem Kaff nicht gerade voll war zu der kalten Jahreszeit, fand ich erst nach 20 Minuten einen Parkplatz. Lustigerweise stand da mitten in der Prärie auch ein Ami Schlitten mit nem Team RF Aufkleber. So ein Zufall. Und dann noch sowas...







Mittlererweile wars schon wieder 4 Uhr und ich machte mich auf den Weg nach Tucson das ich dank Almas Tip auch auf meiner Liste hatte. Die Tucson Studios hatte ich schon in den Prospekten ausgemacht. Das Grab von Billy the Kid, welches wieder 80 Meilen in der Pampa lag, liess ich jedoch wieder aus zugunsten des grössten Flugzeugfriedhofes der Welt, bzw. einem angeschlossenem Flugzeugmuseum. Doch jetzt erstmal hinkommen und Hotel finden. Wie immer mit DSL. Ich erreichte im Dunkel die Stadt nachdem ich vorher wieder schön den Sonnenuntergang geknipst hatte. Ist jeden Abend ein neues Vergnügen mit der ständig anderen Umgebung. Und seit heute, da ich endlich in Arizona angekommen war, auch zunehmend mit Kakteen, die ich zunächst noch sehr interessant fand. Und ein paar Flugzeuge konnte ich auch noch schnell sehen.








Nachdem ich mindestens 4 Hotels abgeklappert hatte fand ich wenigstens vor einem einen Wireless Access Point. Das Hotel war mir zu teuer, deshalb surfte ich dort ungefähr ne Stunde auf dem Parkplatz und fuhr dann in mein halbsoteures Motel 6. Immerhin 42 Dollar waren es diesmal. Gut das der Dollar so schwach ist gerade. Im Vergleich zu 2001 und 2002 sind da locker 30% weniger Kosten entstanden. Wie immer hab ich noch die Bilders angehakt und mich dann in die Federn gehauen damit es morgen früh gleich zu den Tucson Studios gehen konnte. Danach durch die Stadt und Gebüde ablichten und dann die Flugzeuge. Die hatte ich aber auch schon am Abend auf der Fahrt zum Hotel gesehen. Einige sind beleuchtet und schimmern so im Nachthimmel vor sich hin. Gegenüber vom Friedhof ist ein aktiver Militairflughafen und ich hab da auch mal paar shots gemacht, abwohl mir wie immer unwohl war. Man will ja nicht gleich auffallen. Mehr dazu aber dann morgen.


Tag 27:
"Arizona, Noon, oder : Gunshooting in Tucson/Arizona"



Frisch ausgeschlafen ging es dann morgens früh los zu den alten Tucson Studios. Es war ein ca. 30 Meilen langer Weg mitten durch die Wüste am Fusse von recht hohen Hügeln die mit Kakteen übersäht waren. Die Strasse dorthin war wie eine Berg und Tal Bahn und es machte richtig Spass da langzufahren. Mitten durch Kakteen (oder Kaktusse, wie der Hesse sagt) ging die Fahrt lustig auf und ab und das Mietauto wipperte fröhlich über die Asphaltdünen. Hier und da hats auch mal aufgesetzt. Ich war ja auch ca. 20 Meilen über dem Tempolimit, hehehe ! Sonst machts ja auch keinen Spass. Man kam sich in dieser Umgebung auch richtig vor wie in die Wüste geschickt. Die Kakteen standen echt dicht beieinander. Konnte mir richtig die Zeit vor 100 Jahren oder mehr vorstellen so wie man es in den Westernfilmen immer sieht.






Dann erreichte ich endlich die Studios. Die Sonne schien schon gut aber es ging ein recht kalter Wind. Meint man gar nicht. Sobald man im Auto sitzt wird es tierisch heiss darin. Ohne Klimaanlage wärs doof. Steigt man aus ist es ziemlich kalt und windig. Bin vorher erst noch mal ein bisschen in die Prärie gelaufen für Bilders. Hätt ich mir auch sparen können, denn solche Punkte gibts da überall. Egal, dann zum Haupteingang und kucken was es kosten soll. Die Hauptsaison war wohl vorüber denn mehr wie 20 Autos waren nicht auszumachen. Kann aber auch sein das es generell nicht so voll ist da. Weiss auch nicht wie sich der Kram finanziert. Wohl wie immer vom spendierfreudigen amerikanischen Volk was wie blöd in China produzierte Souveniers kauft. Plastik Wyatt Earps für 85 Dollar zum Beispiel. Da ich höchstens eine Stunde hatte um da durchzulaufen fragte ich nach einem Sonderrabatt für den Eintritt. Denn der volle Preis von 17 Dollar wäre mir dann doch zuviel gewesen. Also gut, ich ging dann noch als Kind durch (c; für 9 Dollar 50. Immerhin, Sind knappe 15 DM (um mal wieder die alte Währung zu benutzen) für ne Stunde. Also trat ich ein und sah schon einige Gebäude die mir aus Filmen bekannt waren. Sogleich wiess mich eine in Leder und Mantel gekleidete Miss (oder Missis?) darauf hin das in 15 Minuten die nächste Gunshow anfängt. So bin ich auch gleich zum Stadtplatz, oder wie man es nennt, gelaufen. Dort streiften schon düstere Gestalten mit langen Mäntlen umher. Diese hatten natürlich allerlei Waffen umgeschnallt. Es befand sich ein Saloon, ein Rathaus, ein Galgen, Drugstore, ne Bank und was man alles so braucht rund um diesen Platz. Und dieser Platz spielte in so vielen Filmen eine Rolle wie ich gar nicht genau bestimmen kann. Maverick wurde da gedreht, High Noon, etc. Ich muss mal wieder alte Western rauskramen und die Szenen genauer betrachten. Bei Gelegenheit stelle ich mal Vergleichsfotos hier rein. Das kommt aber später, da der Bericht jetzt erstmal fertig werden muss.





Jedenfalls füllte sich der Platz mit Zuschauern. Es wurde eine Linie gezogen, natürlich mit den Hacken der Cowboystiefel, hinter der sich alle postieren sollten. Immerhin sind es echte Waffen die da mit Platzpatronen ausgestattet werden. Und ich sag Euch die Dinger knallen ganz gut ! Ich habe das ganze Gunshooting gefilmt und bin paarmal gut erschrocken. Wenn man sich aus Filmen konzentriert und plötzlich jemand losballert den man nicht im Sucher hat, erschreckt man total. Na jedenfalls gings dann los. In die Szene kam ein Wanderer mit Fransenlederjacke und reichlich Bewaffnung. Ging um eine "typische" Szene aus der alten Zeit, als noch Kopfgeldjäger durchs Land zogen und Geballer an der Tagesordnung war. Denn irgendwie waren das wohl alles Strauchdiebe die das frühe Amerika bevölkert haben. So kommts mir jedenfalls vor.


Vor dem einen Geschäfft kehrte einer den Sand von der einen Seite zur anderen (wenn man sonst nix zu tun hat). Der Fremde rempelte ihn an und schrie rum was das solle. Wie freundlich wenn man in eine fremde Stadt kommt. So war das wohl Sitte früher. Der Kehrmeister kam ihm wohl bekannt vor. Die Akteure hatten Mikros und so konnte man die Konversationen mitverfolgen, und auch die "Gedanken" der Schauspieler. So hatte wohl der Fremde, der ein "Headhunter" war, einen ehemaligen Bankräuber erkannt. Sogleich legte er sein Gepäck ab und zielte auf den Feger mit den Worten das er ihn erkannt habe. Dieser bewegte sich und schon gab es den ersten Warnschuss aus der Flinte und ich zuckte das erste Mal zusammen. Jedenfalls kam dann der Sheriff aus der Bank und man verwickelte sich in ein Gespräch. Was das solle, und der Mann wäre ein Freund des Sheriffs, rechtschaffend und ehrlich. Seit 4 Jahren nun in der Stadt und so weiter. Der Fremde gab seine Waffen an den Sheriff und gelobte friedlich zu sein. Der Beschuldigte ging in sein Geschäft. Der Sheriff in die Bank und der Fremde ging zum Geschäft und klopfte. Als der andere Heraustrat vermöbelte ihn der Fremde unter dem Vorwand das er doch dieser besagte Bankräuber sei. Es gab eine Schlägerei und es wurde sich im Sand gewälzt. Danach lief der Beschuldigte in sein Geschäft und band sich einen Revolvergurt um. So kam es zu einem Duell. Nachdem es geknallt hatte und der Fremde erstmal offensichtlich erlegt wurde kam der Sheriff raus und die Situation spitzte sich zu. Es kam heraus das der rechtschaffende Bürger wohl doch der Bankräuber war. Trotz Freundschaft wollte der Sheriff ihn einbuchten. Das wollte der ehemalige Gauner nicht, der jetzt wohl wirklich gut war und nur durch den Kopfgeldjäger aufgeflogen war. So zielten die beiden aufeinander und konversierten. Im Hintergrund, was ich nicht sah rappelte sich der Hunter wieder auf und wollte auf den einen der beiden anderen schiessen. Das bemerkte der ehemalige Räuber und erschoss den Hunter zum 2. Mal. (wie im richtigen Leben gehen die Schurken nie tot). Das wurde vom Sheriff misinterpretiert und es knallte wieder. Nun hatte er seinen Freund angeschossen obwohl der ihn beschützen wollte. Dieser verschied daraufhin in den Amren des Sheriffs. Und währenddessen ertönte aus der Schallreproduzierenden Anlage eine leicht melankolische Musik und ein Sprecher verkündete, das nach den unzähligen Vorfällen dieser Art die Bounty Hunter in der Form nicht mehr umherziehen durften weil einfach zuviele Unschuldige dabei draufgingen. Tja, wenn man sowas sieht versteht man auch ein bisschen die amerikanischen Gesetze von Freiheit und Recht auf Selbstverteidigung. Da das Alles mit einer so chaotischen Zeit anfing dort drüben, entwickelten sich halt diese Gesetze und haben sich zum Teil bis heute noch gehalten. So steht bei den Amis irgendwie als Paragraph (oder muss ich nun Paragraf schreiben, bäh) 2 im Grundgesetz das Recht auf Waffenbesitz und Selbstverteidigung. Und das is so dermassen fest in deren Schädeln das man es nicht glauben mag. Besonders in den südlichen Staaten. Is wie wenn man nem Bubi den Bagger zum Spielen wegnehmen würde. Das kann man eigentlich nicht machen. Unmöglich. Es muss jeder ne Waffe haben. Und es hat auch jeder eine. Deshalb braucht jeder eine, weil jeder jeden theoretisch abknallen könnte. Was dann natürlich auch nicht zu selten passiert. Nicht zuletzt aus Missverständnissen heraus. Aber zu dem Thema ist Amerika ja bekanntlich geteilt. Aber solange die Machthaber mit ihren Colts spielen, solange wird sich nix ändern. Solange müssen Leute wie ich einfach hoffen das sie auf ihren Reisen durch so ein Land nicht auch abgeknallt werden. Wie es zum Beispiel bei mir der Fall war fast letztes Jahr in Orlando. Und es heisst weiterhin Einschusslöcher zählen auf der Reise. Schon komisch das Amerika nicht gerade sicher ist, ich mich da aber sicherer fühle wie in anderen Ländern, wo ich mit Sicherheit nie hinfahren werde. Obwohl man soll nie nie sagen. Gut, zurück aber nun nach Tucson.









Ich schaute mich danach noch bisschen um und betrachtete das Kulissendorf aus etlichen Winkeln un so kam mir doch das eine oder andere Eck bekannt vor. Nicht konkret mit den Filmnamen aber man schmunzelt schon ab und zu wenn man was erkennt was schon zig Jahre bekannt ist. Und nun steht man da. Wie zum Beispiel die Kulisse des (für mich) Kultfilms "Die Drei Amigos", mit Steve Martin, Chevy Chase und Martin Short. Diese alte mexikanische Kirche war dort aufgebaut und ich erinnerte mich sofort an die lustigsten Szenen aus dem Film den ich mindestens 10 Jahre nicht gesehen hab. Dann weiter auf dem Rundkurs. War eigentlich gut das nicht soviel los war mit Leuten. So war Gelegenheit die Häuser so zu knipsen das man sich was vorstellen kann. Alleine die doofe Helloweendekoration störte andauernd. Während des Gunshootings sah man die ganze Zeit 2 Orangfarbene Skelette auf der Veranda der Bank Gitarre spielen, HMPF. Sonst gab es alte Wägen und authentische Kullissen zu sehen sowie eine alte rekonstruierte Schule aus den 1800er Jahren. Eine ganz alte Dampflok war auch zu sehen. Eine Rodeo Arena auch. Die waren aber in Winterpause schon. Nach ca. 1,5 Stunden war ich dann soweit durch und verliess durch den Souvenierladen (wie IMMER, das geht gar nicht anders bei denen) die "Old Tucson Studios".







So hab ich mich wieder ins mittlererweile brühwarme Auto gesetzt und hab mich auf den Weg zur Stadtmitte Tucsons gemacht. Wieder durch das Auf und Ab dieser lustigen Strasse. Und wieder hats gefunkt kräftig als der Chevy Impala mit seinem Wackelpuddingfahrwerk aufgesetzt hat. Da würd ich gern mal mit nem richtigen Auto langfahren und abheben etc. . Tucson, das am Fusse des Gibbon Mountains und des Rattlesnake Peak liegt, in einem Tal umgeben von Bergen, tauchte wieder auf und ich visierte die Innenstadt an mit ihren Hochhäusern. An sich ganz nett das Städtchen. Nix Wildes. Es wurde eine Art Einkaufsstrasse in den Prospekten beworben die ich dann auch aufsuchte. Aber es war keine Zeit zum Shoppen, denn die Flieger haben gerufen !







Dieses Areal ist ca. 10 Meilen vom Stadtkern entfernt und teilt sich in einige Felder auf. Dort stehen aberhunderte, wenn nicht abertausende (müsste es nachsehen). Zuerst bin ich mal entlang der aktiven Base gefahren und hab paar Flugzeuge geknipst. Bin ja eh ein Flugzeugfan. Besonders angetan hatten es mir immer die F 16, die Thunderbolts, Stealth, Blackbird, Hercules,die Galaxy usw. Diese Trümmer (bis auf die alte F16) sind ja heute zum Teil noch im Einsatz und waren dort zu sehen. Allerdings verhielt ich mich vorsichtig beim Fotografieren. Die Sache in Washington hatte mir gereicht. Aber da dort bei dem Flughafen keinerlei Sichtabgrenzungen waren, war es wohl auch nicht allzu schlimm. Egal, bin dann weiter zu dem Fliegerfriedhof der auf der anderen Strassenseite, aber eher komplett drumrum sich befindet. Zum Teil auseinandergabute Maschinen standen da rum. Militärische wie auch zivile.





Nachdem ich ausführlich von aussen (weil Zutritt verboten) die Flugzeuge betrachtet hatte, wollte ich nunmal näher ran. Da dieses Flugzeugmuseum direkt an den "Friedhof" angrenzt und es trotzdem ein "eingeschobener" Termin war, begab ich mich sofort dort hin. Eigentlich waren es auch wieder nur ca. 1,5 Stunden bis zum Sonnenuntergang, so das erneut die Hektik ausbrach um die über 190 Maschienen zumindestens zum grössten Teil anzusehen. Diese sind in Hangars aber Grossteils im Freien (logisch) aufgestellt. Alle Arten von Flugmaschinen gab es dort. Helicopter, Düsenjetzt, Propellermaschinen, Segler etc. Eine kleine Halle grenzte an den Eingangsbereich den man erreichte in dem man unter nem Sigorsky Transport Heli durchging. Dort war so ein bisschen die Geschichte des Fluges dargestellt. Natürlich durfte die ruhmreiche Militairleistung in den Kriegen nicht unerwähnt bleiben. Dennoch sehr informativ. Auch das kleinste flugfähige Propellerflugzeug der Welt war dort zu sehen. Wie das Original, die Hummel, ist das Ding eigentlich gar nicht flugfähig wenn man sich mal die Proportionen ansieht. Naja, eigentlich fliegt Alles wenn man nur nen genug starken Motor davor packt. Bei uns im Modellbauclub haben wir mal ne Schubkarre zum Fliegen gebracht. Haha, waren zwar nur ca 150 Meter bevor sie sich in den Acker gebohrt hat, aber immerhin, das war ne Gaudi.




Doch nun raus aus der Halle in den kalten Wind der Arizonischen Wüste. Mann mir war echt kühl dort. So viele mir bekannte Formen von Flugzeugen und Helicoptern waren dort zu sehen. Bis hin zu dem B52 Bomber, der Galaxy, dem Superguppy (unförmiges Ding) und nicht zuletzt, die Lockheed SR71, die Blackbird. Schon ein mords Gefühl vor so nem Ding zu stehen. Schade das die Triebwerke nicht mit drin waren. Aber wer weiss was die Touris da Alles reinstecken oder gar abschrauben. Man kann ja keinem mehr trauen heute. Ich lasse einfach mal paar Bilder sprechen bevors weitergeht.













Kurz vor Sonnenuntergang war ich dann fertig nachdem ich die Tour wenigstens mit der F15 und meiner Thunderbolt abgeschlossen hatte. Zufälligerweise flogen diese Modelle andauernd Kreise über Tucson und schwebten über dem Museum ein um auf dem nahegelegenen Flugfeld zu landen. Konnte es mit der Videokamera festhalten. Dann ging es weiter nach Phoenix, wo ich dann abends Alma treffen wollte. Gegen 21 Uhr wollte ich bei ihr vorm Haus sein. Da ich gut in der Zeit lag, beschloss ich nicht den Highway zu nehmen sondern eine Seitenstrasse die mitten durch die Wüste (naja, macht der Highway eigentlich auch) führte. Der Plan war eigentlich noch schnell im Licht der untergehenden Sonne die Biosphere 2 zu besichtigen. Dieses Versuchsgelände mit hermetisch abeschlossenem (hm, was nicht stimmt, weil man ja reingehen kann, hehe) Biotop. Es sollte als Versuchsfeld dienen um zu erforschen ob man auf fremden Planeten Pflanzen züchten kann. Um es kurz zu machen, es scheiterte. Aber der ansatz war schonmal gut. Dank Navi konnte ich einen schnellen Weg ausrechnen, und wäre auch rechtzeitig zum Sonnenuntergang dagewesen, bzw. WAR da. Leider machte das Gelände um 17 Uhr zu, und es war halb sechs. Nirgendwo auf dem verdammten Prospekt war das vermerkt hmpf ! So machte ich mich missmutig auf den Weg nach Phoenix, und zwar quer durch das dichteste Kakteenfeld was ich jemals gesehen hab. So machte ich auch etliche Fotos von nem richtig roten Himmel, mit Bergen als Hintergrund und den Kakteensilhouetten im Vordergrund. Da auf der Strasse nicht viel los war (wie ne einfache Landstrasse aufgebaut) konnte ich schnell fahren und knipsen so das ich keine Zeiteinbusse hatte ohne den Highway.





So kurz vor 20 Uhr war ich dann in Phoenix angekommen und visierte Almas adresse an. Leider wusste ich nicht genau welches Haus es war, was mir dann zum Verhängnis wurde. Um ca. 9 Uhr abends war ich genau davor, aber es war dunkel und keine Hausnummer zu erkennen. Jetzt werdet Ihr denken, geh doch einfach an die Tür und klingel. Das ist aber in Amerika nicht so einfach. Wenn man da falsch ist, ist das nicht gerade sehr beliebt. Und da mir bekannt ist, das da schneller geschossen wird als zum Beispiel hier (hehehe) wollte ich kein Risiko eingehen.




Erstmal bin ich 1 Stunde da rumgefahren und hab Hausnummern gesucht. Aber geordnet waren die überhaupt nicht. So beschloss ich Alma anzurufen. Nur war mein Handy nicht auf Empfang. Da mein Tank leer war versuchte ich an ner Tanke nen Münzaparat zu nehmen. Golden Tom hatte mir freundlicherweise den Rest seiner Telefonkarte hinterlassen (mit deutlich weniger drauf als ausgemacht war) und ich wählte die Nummer. Und die währe wohl nicht vergeben wie mir die freundliche Stimme von der automatischen Bandansage mitteilte. HMPF ! Und nun? Erstmal tanken. Aber keine der drei Tankstellen die ich gerade angesteuert hatte, nahm Kreditkarten. Und ich hatte das Geld irgendwo unten im Koffer vergraben und kam jetzt nicht ohne Weiteres dran. Tank fast leer, mann hatte ich nen Hals. Dann kam noch ein anderer Kerl an, mit nem leeren Kanister, der meinte ob ich ihm nicht mal für nen Dollar bisschen Sprit einfüllen könne. Er hätte sein Geld vergessen. Schon klar, nicht das ich nicht hilfsbereit wäre, aber während dieser Reise war es schon der 5. der mich mit Rehaugen anblickte und nach Sprit fragte. Ich sagte ihm das nichtmal ich an Sprit käme weil diese verschissenen amerikanischen Tankstellen ein so bescheuertes Bezahlsystem haben das es einem schlecht wird. Ich liess ihn also wissen das ich nicht aus diesem Land komme. Und da ich so gefrustet war, hatte ich wohl einen Blick drauf der ihm ein wenig Angst machte. Vielleicht war es auch die Tatsache das ich mal wieder mit der Faust eine Beule vor Wut in den Bereich um den Tankeinfüllstutzen des Mietfahrzeugs gehauen habe vor seinen Augen. Jedenfalls ging er dann wieder seiner Wege. Ich habe immerhin 3 mal mich für insgesamt 10 Dollar zu "Spritgebungen" hinreissen lassen. Man ist ja schliesslich auch mal in ner misslichen Lage und bracuht Hilfe. Aber das fiel irgendwie auf und irgendwann is Schluss. Die 4. Tanke nahm endlich die Kreditkarte und ich konnte weiterfahren um mir ein Hotel mit I Net zu suchen. Der Plan war im Netz zu kucken ob Alma online war und sie darüber zu informieren das ich schon seit fast 2 Stunden da war. Ich wurde fündig an einem Holiday Inn, aber der Zugang war so kippelig das ich nur schräg auf 2 Parkplätzen verbunden war. Das is schon eine nervige Sache. Man fährt rum, hat den WLan Sniffer an und der zeigt dann ein Netz an. Aber das geht so langsam das man schon wieder dran vorbei is. Also wieder umdrehen und langsamer fahren. Solange bis man den Punkt gefunden hat. Dann gehts ans einwählen, was nicht immer funtkioniert. Hier hat das fast ne halbe Stunde gedauert in der ich auf dem angrenzenden McDonaldsparkplatz rumgeeiert bin. Ich glaub fast hätte einer die Polizei gerufen. Dann schnell online. Aber Alma war nicht "on". Auch sonst keiner den ich kannte. Ausser Iggybaby, Iggster im TP Forum. Diesen funkte ich an un erklärte ihm die misslihce Situation. Er hatte Almas Nummer nicht, und fragte deshalb Aaron Cole, der im ICQ war. Der gab sie ihm, und er mir. Da merkte ich das ich beim Zusammenfassen meines Infozettels mit den Telefonnummern die falsche Nummer notiert hatte. Ein einfacher Zahlendreher wurde mir so zum Verhängnis. also nix wie die richtige Nummer gewählt übers Notebook und schonmal Danke an Iggster gesagt. Und schon hatte ich Alma am, APPARAT ! HMPF ! Sie wartete natürlich auch schon und wir machten ein Treffen auf diesem Parkplatz aus. War ca. 8 km von ihrem Haus entfernt. Ich blieb da, weil ich sonst keinerlei Möglichkeit hatte erreichbar zu sein. Die Verbindung war auch schlecht und so wartete ich halt. Nach ner halben Stunde war sie immernoch nicht da. Ich rief wieder an. Sie war zu einem anderen McDonalds gefahren und nun wieder zu Hause. Nochmal gab ich ihr die genaue Adresse durch, ich hatte sie ja hier im Notebook. Nach weiteren 45 Minuten fuhr sie mit ihrem roten Ford auf den Parkplatz. Nach einer schnellen Begrüssung ist sie dann vorgefahren zu ihrem Haus. Fährt nen heissen Stil die gute alte Lady ! Ich musste schon gut achtgeben damit ich sie nicht verliere. Dann isse fast noch über ne rote Ampel geheizt und ich konnte grad noch so bremsen als sie ne Vollbremsung hinlegte. Ich dachte sie fährt halt noch drüber und deshalb hab ich nicht langsamer getan. Jedenfalls war es so knapp das ich nur neben sie fahren konnte ohne um in sie hineinzurauschen. Die laufende Videokamera die ch dabei in der Hand hielt erschwerte die Situation zusätzlich. Hab dann das Fenster runtergemacht und sie meinte, das rote Ampeln eigentlich dazu gedacht wären, davor zu halten. Ich hab dann nur gesagt : Och... . Als die Ampel umsprang gab sie natürlich wieder voll Power. Nach ca. 20 Minuten waren wir da, wo ich eigentlich fast 4 Stunden vorher schonmal war. Eieieieieiei ! Egal. Auto ausgeladen und erstmal ein kleines Schwätzchen gehalten. Nachdem mir das Zimmer in dem recht grosszügig mit Platz bemessenem neuen Haus zugewiesen war, in dem Alma jetzt mit ihrer einen Tochter wohnt (die auch Lehrerin ist) ging es zu Bett (halb 2 Nachts). Morgen wollten wir eine kleine Tour machen, wohin es ging war noch nicht ganz klar.





Tag 28:
"Phoenix/Arizona"



Um acht Uhr morgens hiess es dann wieder aufstehen. Man will ja nicht den ganzen Tag verschlafen. Beim ausführlichen Frühstück (Tass Kaff und leckerer Bananen Nuss Riesen Mufin) wurde beschlossen das wir zur Mobile Dynamics School fahren würden zuerst. Das ist eine Art Ausbildungsinstitution die von einem Freund von Alma geleitet wird. Er hatte auch den ersten Bronco von Alma damals erdacht. Dort können talentierte Installer eine Art Ausbildung oder besser Qualifizierung zu einem professionellen Installer erwerben, damit sie im Berufsleben erfolgreicher bei der Jobsuche sind. Dieser Kurs dauert 4 Monate soweit ich mich erinnere. Er kostet ca. 6000 Dollar und der Aufenthalt und die Verpflegung für diese Dauer ist im Preis enthalten. In der Ausbildung erhalten sind Grundkenntnisse im Löten, Verkabeln, Gehäuse bauen, Radio einbauen, Systemdesign, Grundlagen der Hifi und Homehifi Technik, Metallbearbeitung etc. Alles was man halt so als Einbauer brauchen kann. Das Gebäude ist sehr modern und hat verschiedene Werkstätten für die verschiedenen Bereiche. Überall waren wärend der Führung die zum Teil jungen Leute am Basteln und schmieren. Und jedesmal stellte mich Alma auch als Weltmeister vor, was mir natürlich etwas peinlich war, denn die Jungs kuckten dann schon etwas komisch. Jedenfalls kamen wir dann zum "Freizeitraum" mit Burgerbar und Kicker. Ja die ham da nen Kicker ! Is grad irgendwie Mode drüben. Dann noch einmal kurz in den Schulklassenartigen Raum gelunzt und die Buben geknipst. Diesmal war ich ein Fotograf für ein deutsches Magazin, laut Alma, worauf die wieder lustig das Winken anfingen. Zum Schluss dann noch vorbei an der Wand mit den Fotos aller Absolventen dieser Mobile Dynamics School. Wer weiss wer da schon mitgemacht hat und später Erfolg verbuchen konnte damit. Finde ich eine gute Idee. Wenn auch recht teuer, aber was will man machen. Das Ausbildungssystem drüben ist sowieso komplett anders. Aber hier würde so etwas bestimmt auch gut ankommen. Denk ich zumindestens. Nur bezahlen wollen es bestimmt die wenigsten.








Wir haben dann beschlossen gemeinsam zu Scott Owens (der mit dem Pioneer Truck) zu fahren. Dessen Shop heisst "Edge Audio" und war grad um die Ecke. Vorher hab ich noch den Porsche des Besitzers der Mobile Dynamics School angekuckt und den High End Einbau mit McIntosh komplett. Klar, ich wurde wieder gefragt, ob wir alle in Deutschland Porsche fahren. Logo sagte ich, der steht bei uns als 2. Wagen in jeder Höhle ! Darf einfach nicht fehlen ! Bei Scott angekommen hab ich erstmal den Pioneer Truck gesehen, der gerade komplett von einem Mitarbeiter von Scott zerlegt wurde. Nichtmal eine Woche nach den Finals. Soll für USACi umgebaut werden. Ausserdem hat er noch ein neues dB Drag Projekt im Bau, von dem ich Euch aber nix erzählen darf. Sonst müsst ich Euch erschiessen (c; Jedenfalls gibt Pioneer da gut Geld aus für, das muss man sagen. Scott arbeitet voll bezahlt fast das ganze Jahr an diesen 2 Autos. Mann, das wär mal was. Danach gings ab zu Denny´s wo uns Alma zum Mittagessen einlud.



Danach verabschiedeten wir uns von den Anderen und fuhren zu Almas Geschäft, da sie dort noch etwas zu erledigen hatte. Die Firma die ihr Mann aufgebaut hatte nennt sich "Gila Redi Mix". Is ne Art Betonmixfirma mit angeschlossener Spedition für solche Sachen wie Betonmixe. Es gibt noch eine Zweigstelle in den Bergen, wo wir später hinfuhren. In Almas Büro hängen sehr viele Bilder ihrer dB Drag, bzw. SPL Karriere. Und auch sehr viele Bilder von ihren zahlreichen Freunden und Fans rund um den Erdball. Das finde ich auch sehr gut an ihr das sie sich um die ganze Sache kümmert, und nicht nur um sich. Hoffentlich sehen wir sie bald mal wieder in der Lane. Jedenfalls machte einer ihrer Arbeiter den Vorschlag die "Tonto Natural Bridge" zu besichtigen. Immerhin hatte Almas Firma dafür den Beton geliefert und es wäre eine sehr schöne Sache die man besichtigen kann. Das wurde dann auch so beschlossen und wir fuhren los um den kurzen Tag noch zu nutzen. Immerhin 1,5 Stunden dauerte die Hinfahrt. Es ging durch Bergstücke, Wälder, Kakteenfelder (oh Wunder) und Felsenlandschaften. So sieht das Arizona aus an dem sich Alma so gerne erfreut. Kurz vor Fahrtende kamen wir an der Zweigstelle von Gila Redi Mix vorbei aber bleiben nicht stehen aufgrund der Tatsache das es nicht mehr lange hell sein wird. An ner Tanke noch schnell Sprit gezapft, Payday gekauft (mag Alma genausosehr wie ich) und den Leuten in der Tanke erstmal das Eurogeld gezeigt, das jetzt seit Tiefstand gegenüber dem Dollar ca. 45-50% mehr wert ist !









In dem Park angekommen musste wie immer erstmal Eintritt bezahlt werden. Rundum waren nur Berge zu sehen die dicht mit Bäumen besetzt waren. Und es war RUHIG ! Herrliche Stille machte sich breit. So still das man schon wieder fast verrückt werden könnte (c; Vom Parkplatz aus ging es ca. 150 Meter weiter bis man an den oberen Teil der natürlichen Steinbrücke gelangte. Was man dann sah, erklären die Bilder.




Alma sagte mir das sie früher mal bis ganz unten hinabgestiegen war. Trotz meiner Gebrechen war ich jedoch so fasziniert das ich den Abstieg wagte. Es ging einen Weg hinunter, der eigentlich kein richtiger Weg war. Total steil, zum Teil keine Stufen, nur Stahlseile zum Festhalten. Und ich mit meinen wackeligen Beinen und schwächlichen Ärmchen irgendwann mittendrin. Wenn die Aussicht nicht so atemberaubend gewesen wäre hätte ich bestimmt nen Schreianfall bekommen. Hat bestimmt 30 Minuten gedauert bis ich die insgesamt 80-100 Meter abgestiegen bin. Alma hat derweil oben gewartet und sich mit dem Parkranger unterhalten. Sonst wär ich auch nicht runtergegangen. Kann sie ja nicht einfach da stehen lassen. Zwischendrin hab ich immerwieder paar Bilder gemacht.









Endlich unten angekommen eröffnete sich eine völlig neue Perspektive. Einfach Wahnsinn was die Natur so an Formen zaubern kann, wenn sie nur lange genug Zeit dafür hat. Vor dem Aufstieg, der wie erwartet weniger mühselig war wie der Abstieg, machte ich ausgiebig Fotos. Alma winkte von oben herunter aber sie war klitzeklein geworden. Merkt man gar nicht das das so Dimensionen sind wenn man oben steht.



Nach ca. 30 Minuten war ich dann wieder oben und die Sonne verschwand langsam hinter den Hügeln. Der Park war eigentlich auch schon geschlossen und so machten wir uns wieder auf die Rückreise. Wir kehrten nochmal kurz in der Firma ein weil Alma irgendwas erledigen musste. Hab dann auch ne modische Kappe bekommen, die ich zwar in Ehren aufheben werde, aber wohl nie tragen, hehehe. Auf dem Rückweg machten wir Pläne fürs Abendessen. Da ich am Mittag schon profitiert hatte, lud ich diesmal ein. Allerdings waren die Auswahlmöglichkeiten begrenzt (komisch). So entschied man sich für ne Riesenpizza, die dann bei Ankunft in Phoenix gleich bestellt wurde. Und sie war riesig. Der grosse eckige Karton war auch mit einer grossen eckigen Pizza gefüllt, wovon wir drei nur ca. ein Drittel verzehren konnten. Gab ja auch noch Mozarella und Brot Sticks. Alma und ihre Tochter behielten 4 Stück und ich liess mir den Rest für die Reise mitgeben (hab einen Tag nur davon gegessen noch und brauchte nix Neues kaufen hehehe). Dann haben wir uns noch ein bisschen über dies und das unterhalten. Überhaupt hatten wir viel Gelegenheit für den Gedankenaustausch. War sehr sehr interessant und man erkennt dann doch hier und da wieder die Motive die für andere und für einen selber wichtig sind. Und etliche CDs haben wir auch noch kopiert, für Almas Archiv. Da der Tag recht anstrengend war, und ich am nächsten Tag schon um 7 aufbrechen musste zum Grand Canyon weil ich noch vor Sonnenuntergang den "Horseshoe" des Colorado sehen wollte, das Geschlängel da, welches so aussieht wie ein Hufeisen. Aber ob ich das schaffen würde wusste ich nicht. Immerhin liegen da immer so mörderstrecken zwischen den Attraktionen. Und es hätte auch einen ca. 1000 km Umweg auf dem Weg nach LA bedeutet. Und ich wäre wieder in Las Vegas vorbeigekommen, wo zu der Zeit dB Steve mit einigen anderen dB Drag Jecken sein Unwesen getrieben hat. also ab ins Bett und morgen frisch los.







Tag 29:
"Grand Canyon"



Um 6:30 war die Nacht vorbei und ich stand auf und Alma war auch schon fleissig am chatten am Computer. Sie hatte schon Kaffee gekocht. Ich genehmigte mir wieder so nen Muffin und meinen berüchtigen Milchkaffee, der mehr Milch als Kaffee ist. Dann hab ich nochmal gefragt ob ich Almas Haus knipsen kann. Sie hat noch das alte Haus in dem sie Jahre lang mit der Familie gelebt hat. Aber es wäre jetzt zu gross zum Unterhalten und da der Mann in einem Pflegeheim ist, und die Kinder aus dem Haus soweit, wohnt sie jetzt in dieser Neubausiedlung. Dort waren die Grundstücke günstig. Direkt nebenan ist eine Rinderfarm, was man ab und an noch riecht. Aber die wird verschwinden und es werden viele neue Häuser kommen. Dann sind auch die Grundstücke wieder teurer. Na man muss sehen wo man bleibt. Hab dann noch Alles geknipst, die Pizza eingepackt und mich dann von Alma und ihrer Tochter verabschiedet. Waren sehr schöne Momente die man da in Familiärer Atmosphäre verbracht hatte. Wenn Alma mal nach Deutschland kommt, muss sie unbedingt bei mir im Basshaus wohnen ! Sie fehlt mir noch in meiner Sammlung an Prominenz die schon dort war, hehehe !




Nun aber auf zum Grand Canyon. Immerhin wieder 450 km und ich wollte um 13 Uhr da sein. Zu alledem hatte Alma mir noch einen Tip gegeben für eine Sehenswürdigkeit. Das alte "Montezuma Castle". Eine alte Ruine eines Indianerdorfes, welches in eine Felsenwand gebaut wurde. Das war ca. 200 km entfernt. Davor gab es noch den Aussichtspunkt den mir der Dirk im Forum empfohlen hat, dem Sunset Point. Den hatte ich um 8 Uhr 30 erreicht. Also nix mit Sunset, aber egal.Nach ca. 15 Minuten der Andacht und ein paar Fotos, gings weiter zum Castle. Dazu musste ich wieder ein paar Bergketten durchqueren die einzigartige Landschaften bereithielten. Knips knips knips, wie immer.







Dann, bei Payson, gings rechts ab zum "National Monument", dem Montezuma Castle. In einem schönen Tageslicht erreichte ich den kleinen Park, zahlte meinen Eintritt und ging ein wenig mit Eile los um das Objekt zu betrachten. So sah ich dann das Gebilde und war schon begeistert. Was war das doch vor so vielen Jahren für eine Arbeit eine Siedlung in den Fels zu bauen. So ganz ohne schweres Gerät. Aber wo ein Wille ist... Ich genoss für eine halbe Stunde diese Idylle und machte mich dann weiter auf den Weg, schade das zu der Jahreszeit die Tage so kurz sind. 5 Stunden mehr Licht am Tag würden echt hilfreich sein. Oder ein schnelleres Auto hehehe ! (Natürlich die passenden Gesetze dazu).








So ca. 100 km vor dem Canyon, oder dem Punkt wo ich halt hinwollte, denn der Canyon ist gross, war die Stadt Flagstaff die am Fusse der "Francisco Peaks" liegt. Einer Bergformation die zu der Zeit mit Schnee bedeckt war. Überhaupt war diese Gegend sehr hoch gelegen und überall lag Schnee an den Strassen. Zum Glück war geräumt. So fuhr ich über die Bergkette und machte kurz Rast in einer Schneelandschaft. Dann gings durch die Steppe weiter immer in Richtung Grand Canyon. Auf dem Weg dahin ist mir ein Rennkuckuck über den Weg gelaufen, den ich aus Fernsehberichten kenne. Leider ist er zu schnell "gerennt" als das ich ihn auf Film bannen konnte. Egal, weiter.










Ich näherte mich nun dem Grand Canyon Visitor Center und beschloss mir lieber vorher paar Informationen zu holen. Wollte die Zeit so gut wie möglich ausnutzen. War schon ne halbe Stunde hinter Plan. So legte ich die Route fest, so das ich schon in Richtung des Punktes fuhr, den ich anvisiert hatte (Horseshoe) und machte mich schnell auf den Weg. Zuvor musste ich noch eine Schranke passieren , an der wurde dann wieder abkassiert. 21 Dollar für einen 7 Tage Grand Canyon Pass. Obwohl ich nur ein paar Stunden da war. Was will man machen, immerhin muss diese Gegend ja geschützt werden, und das kost Geld. Da muss man halt mal zahlen, auch wenn man das Angebot nicht komplett nutzen kann. Also gleich los zum ersten der insgesamt 8 Aussichtspunkte. Da sind immer Parkplätze drumrum und man kann sich auf der einen Seite des Canyons entlangarbeiten. Und ich sag mal, das muss man auch wenn man sich vor Landschaften interessiert. Eigentlich war mir nach den ersten Sekunden klar das die Zeit 10 mal länger sein musste um auch wirklich Alles zu geniessen.




Die Aussicht war grandios obwohl die kalte Luft doch etwas mehr Sfumato hergab als gewollt. Dennoch überwältigend. Auf den Bildern erkennt man leider nicht diese Brücke die unten im Canyon über den Colorado River führt welcher zu der Zeit eigentlich mehr eine braune Dreckbrühe ist. Diese Brücke hab ich grad so mit dem Foto sehen können, bzw. mit der Kamera. In 1600 x 1200 Auflösung sieht man sie schwach. Hoffe die roten Pfeile helfen. Das Ding ist immerhin 400 Meter lang ! Da erkennt man mal die Dimensionen des Canyons. Und wenn man da unten wohnt ist man nicht nur von der Zivilisation abgeschnitten, sondern befindet sich Handytechnisch garantiert in nem riesen Funkloch.







So fuhr ich die Aussichtspunkte ab und nahm mir einfach mehr Zeit als geplant, man muss auch mal seinem Gefühl gehorchen. Dachte mir bevor ich da durchhetze, dann 300 km wieder durch endlose Wüstenei fahre um dann 10 Minuten das Hufeisen zu sehen, mach ichs mir lieber hier schön. An einem Punkte gabs wieder ein kleinere Indianerruine zu sehen mit kleinem Museum. Auch konnte man durch eine Lücke im Wald zurück auf die schneebedeckten Francisco Peaks lwerfen.







So war ich gegen 16 Uhr an dem letzten Aussichtspunkt wo dieser Turm steht, auf den man steigen kann. Von da hat man den besten Ausblick auf den Canyon. Auch innen ist dieser Turm sehenswert, da er mit allerlei Indianerutensilien ausgestattet ist, und natürlich mit einem Souvenierladen. Der Ausblick vom Turm liess mich wünschen das ich so den Canyon am liebsten bei jedem Tageslicht bewundern würde. Aber das ging nicht. So stieg ich herab, begab mich zum Auto um noch hoffentlich das Hufeisen im tageslicht sehen zu können.












Aber ca. 250 km in 1,5 Stunden war schon unwahrscheinlich. So entschied ich dann nach ca. 45 Minuten dieses Unternehmen abzubrechen und wieder umzudrehen. So hatte ich lediglich 150 km verschwendet und fuhr in den Sonnenuntergang hinein, der wiedermal die Hügellandschaft Arizonas für mich in ein tiefrotes Licht tauchte. Ich wollte so weit wie möglich kommen an dem Tag bevor ich mir ein Hotel suchen würde. Es waren jetzt noch ca. 900 km nach LA und an dem Tag hatte ich schon gute 800 km gefahren. Die Wahl fiel auf Barstow, ein Örtchen in der Wüste das vielleicht einer von Euch kennt. Bis dorthin waren es gute 700 km. Aber da ich nicht sehr müde war, trotz des anstrengenden Tages, gings durch die Nacht und durch das Death Valley Richtung Barstow. Dort überholte mich auch dieser Truck mit einer unglaublichen Geschwindigkeit von 105 Meilen ! Gute 170 Sachen sind das ! Mit nem 40 Fuss Container hinten dran. Egal ob voll oder leer, sowas muss nicht sein. Wäre der erwischt worden wäre er directed in den Knast gewandert !





Da zu der Zeit auch mittlererweile die 4. Zeitzone erreicht war die ich durchfuhr, und ich durch die Sommer/Winterzeit plus die Tatsache das Arizona das nicht mitmacht komplett verwirrt war wie spät es nun ist, lam ich gegen 21 Uhr in Barstow an. Meine Uhr im Auto zeigte 23 Uhr an, hehehe. Also 2 Stunden mehr zum Pennen. Aber ich klapperte erstmal 4 Hotels ab bevor ich gegen wirklich 23 Uhr dann nach einem sehr eindrucksreichen Tag hundemüde ins Bett fiel. Ausserdem hatte ich an dem Tag gute 1500 km abgespult. Aber die Aussicht das ich jetzt fast am Ende meiner Reise war, bzw. das ich nicht mehr viel zu Fahren hatte, machte mich doch glücklich. Noch um die 200 km nach LA ! Morgen wollte ich die Termine bei Cerwin Vega (oder was noch übrig ist) und den Termin bei Atomic kombinieren um ein bisschen Zeit zu gewinnen. Vor 2 Jahren sind nämlich einige Attraktionen ausgefallen in LA, die ich unbedingt noch mitnehmen wollte !





Tag 30:
"LA, CerwinVega! und Atomic"



Ich hatte mir eine Mütze mehr Schlaf gegönnt. Das Hotel war eigentlich sehr gut und so startete ich erst um 10 Uhr am nächsten Morgen. So liess ich die Wüste hinter mir und näherte mich den Bergen die LA umgeben. Während ich sie durchfuhr traf ich auf einen merkwürdigen Schwertransport. 2 Riesentrailer hatten Teile einer Luftverkehrsmaschine geladen. Sie sahen aus wie von einem Unglück zerstört. Hm, dachte ich, entweder wird da ermittelt, oder die schaffen die Dinger zu den Filmstudios um sie als Requisite zu nutzen. Jedenfalls liess ich sie hinter mir und fuhr in das Tal ein, in dem LA liegt. Da man von da aus aber immernoch gute 120 km zu fahren hat bis da wo ich mein Hotel nehmen musste dauerte es noch ein wenig.






Sofort erkannte ich die Strassen wieder auf denen wir vor 2 Jahren (Wicki und ich) gefahren sind. Ich bog in Van Nuys ab und fuhr erstmal zu dem Best Western Hotel in dem wir damals auch gewohnt hatten. Eines der Besten Hotels meineserachtens. Leider war es immer noch so gut und der Preis für eine Übernachtung betrug weiterhin 145 Dollar. Ich hab natürlich wieder gehandelt und gemeint ich war schonmal da und ob man net den Preis wieder machen könne. 85 Dollar plus Steuer bitte. Nach einigen Augenblicken sagte man mir zu. Aber da ich 4 Übernachtungen hatte, sagte ich ich würde erst jemand anderen ausserhalb besuchen und dann für 1 oder 2 Nächte bis zum Ende der Reise auf das Angebot zurückkommen. Weil selbst für knapp 100 Dollar die Nacht wär das schon happig gewesen. Aber eine Nacht wollte ich unbedgingt da sein. Nochmal entspannen bevors zurückgeht. So klapperte ich noch 4 andere Hotels ab, die zum Teil recht schmuddelig waren. Auch hier wären mindestens 45 Dollar fällig gewesen. Also wieder mehr wie im Mittelteil der Reise. Und ähnlich wie rund um New York. Egal, hatte ja Zeit zu entscheiden so bin ich erstmal in Richtung CV Office gefahren, das diesesmal etwas näher an Van Nuys gelegen war. Nach ca. 8 km war ich da.





Hm, ist eigentlich wirklich nur ein Bürogebäude. Da geht nix mehr ab. Nur paar alte Lautsprecher erinnern an die gute alte Zeit. Und Plakate. Als ich eintrat sagte ich der Empfangsdame das ich gerne Paul sprechen würde (einer von 2 die ich noch keinne bei CV) und da kam er zufällig auch schon um die Ecke ! Wir haben uns begrüsst und ca. eine halbe Stunde unterhalten. Da es aber weiter nix zu sehen gab und wir uns per Mail das ganze Jahr austauschen, bin ich dann, nachdem ich ein Foddo von uns gemacht hab wieder weitergefahren.






Das neue Atomic "Head Quarter" ist ja jetzt nach Oxnard umgezogen. Also von Simi Valley weg zur Küste hin. Da ich keine Telefonnummer hatte und keine Hausnummer, blieb mir nur übrig es so zu versuchen. Wird schon irgendwo Atomic dranstehen. DACHTE ICH. Mit reichlich wenig Sprit im Tank (selber schuld) überquerte ich die Hügel die da rund um LA recht häufig sind und blickte auf das sehr schön aussehende Tal in dem Oxnard liegt. Wieder so eine Stunde vor Sonnenuntergang. Das Navi führte mich in die Strasse wo Atomic seinen Sitz hat aber dann wars schon wieder fertig. Weit und breit kein Atomic Logo auszumachen. So beschloss ich, was nicht immer gut ist, hinter den neugebauten Hallen rumzufahren und vielleicht irgendwelche Leute zu sehen die mir helfen konnten. Aber die waren entweder nicht ortskundig oder hatten noch nie von Atomic gehört. Gefrustet suchte ich mir hinter irgendeiner Halle nen Parkplatz und suchte per Navi ne Tankstelle. Glücklicherweise waren es nur 3,5 km, das sollte ich noch schaffen. Ich wollte grade wieder losfahren da seh ich im Augenwinkel durch das geöffnete Tor einer Halle. Was war denn das? Ein Atomic Logo war da klitzeklein auf nem Karton zu sehen ! Jetzt hatte ich doch tatsächlich direkt davorgestanden die ganze Zeit und die Leute danach gefragt ! HMPF ! Egal, wieder aussteigen und von Hinten reinschleichen hehehe !



Und als ich um die Kartons bog sah ich schon George da stehen. Und er unterhielt sich mit jemandem der mich sofort erkannte und "Hey, The Big Oki" rief. Es waren die Jungs von Team Toxic (Head Greg Perchal und Bruder) die eigens aus Sacramento gekommen waren um mich am nächsten Tag, so wie es eigentlich geplant war, zu treffen für ein Schwätzchen. Hätt ich das mal vorher gewusst ! Na jetz war ich da und wir begannen sofort intensiv zu quatschen. War sehr ausgiebig und lustig. Dafür sind wir dann ins Büro gegangen und nach ca. 2 Stunden meinte Georges Frau wie lange es denn noch dauern würde. Immerhin wollte sie heim und geplant war ja auch nicht das man sich an dem Tag so lange im Büro aufhielt. So beschlossen die Toxics und ich ein Steak Haus aufzusuchen. George machte mir ein verlockendes Angebot. Da er selber schon bei mir genächtigt hatte und ich mich paarmal um ihn und seine Frau gekümmert hatte wegen Sinsheim und so, lud er mich in sein Haus ein ! Eigentlich für die restlichen 4 Tage ! Aber ich wollte wenigstens eine Nacht ins Best Western, so willigte ich zumindestens für 3 Nächte ein. Sehr fein. George und Gina sind dann heimgefahren nach Simi Valley, wo sie immernoch wohnen. (Alter Geschäftssitz war ja in Simi Valley). Ich bin mit den Anderen zu einem Outback Steakhouse gefahren, wo ich mal wieder eingeladen wurde. Sehr interessant was wir da alles geredet haben. Greg war übrigens einer der Ersten, wenn nicht sogar DER erste der die SPL Autos gepanzert hat. Damals mit Bill Proud und Tim Maynor. Sie hatten mal wieder Lust auf dB Drag und starteten kurz vor Saisonende mit ihrem Street B CRX, qualifizierten sich, und wurden auf Anhieb wieder Weltmeister. Sehr interessant. Mal sehen was nächstes Jahr kommt. Vielleicht gibts ja eine fruchtbare Zusammenarbeit. Wenn nicht auch gut. Jedenfalls versteht man sich so weit und das ist das Wichtigste.




Nach dem Essen bin ich dann zurück zu George und die Anderen haben sich ein Hotel gesucht. Morgen würden wir uns dann nochmal kurz bei Atomic treffen. So begab ich mich auf den Weg nach Simi Valley zu Georges Haus. Dieses erreichte ich nach gut 30 Minuten Fahrt. In einem recht vornehmen Wohngebiet (das is da meistens ein bisschen abgeriegelt mit Security) steht Georges Haus und ist recht neu. Ich war schon gut beeindruckt und endlich sah man mal ne Hausnummer ! Er begrüsste mich in Hausschlappen und Jogginganzug und zeigte mir mein Zimmer. Das geräumige Haus ist ganz nach meinem Geschmack. Hab sehr viele Fotos gemacht, will aber aufgrund der Privatsphäre nicht so viele hier reinsetzen. Da es schon 11 Uhr war ging ich zu Bett. Da George jeden Tag um 6 Uhr aufsteht, war das für mich dann sozusagen auch die Zeit. Hab dann noch schnell bei ihm gesurft um auch nix zu verpassen und bin dann aufs Zimmer wo ich recht schnell eingepennt bin.


Tag 31:
"Westcoast Chopper"



Von meinem Zimmer aus konnte ich am Morgen einen herrlichen Sonnenaufgang beobachten indem sich die Sonne zwischen den Hügeln Simi Valleys emporschob. George kam gerade vom Joggen zurück und hat mir das Anwesen gezeigt. Ihm gehört das gesamte Areal rund ums Haus. Ich kanns nicht schätzen weil es keine einfache Fläche ist, sondern sich wie ein Hufeisen biegt. Dazu gehört ein Hügel, den ich sofort Atomic Hill genannt habe. Hab mal ne Fotomontur gemacht, ( beim nächsten Tag schauen)hehe. Auf dem Luftbild hab ich mal eingezeichnet was ungefähr zu Georges Grundstück gehört. George und Gina haben eigentlich nur ein Hobby : Ihren Garten. Am Wochenende und nach Feierabend ist das Thema Car Hifi tabu und es wird sich um die Blumen gekümmert. So eiht man auch allerlei schöne Pflanzen rund ums Haus. Das nächste Project wäre den Hügel bewohnbar zu machen. Ein Gästehaus ist geplant ! Na da muss ich ja nochmal kommen !








Im Wohnzimmer steht ein Riesen Sony Rückpro und natürlich hat sich George ein paar eigene Atomic Speaker gebastelt, die auf ein grosses Volumen, eigentlich die Wand, spielen. Da wir uns ein wenig verplappert hatten ist Gina schonmal losgefahren und ich hab ne Stunde später den Schorsch mitgenommen. Hoffentlich fehlt ihm die Stunde am Ende net auf dem Lohnzettel, hehe.







Mein Plan war heute eigentlich nur nen ruhigen Tag haben , mit den Toxics babbeln und die Westküste entlangfahren mit anschliessendem Sonnenuntergang auf dem Santa Monica Boulevard, bzw. Strand. So fuhren George und ich in die Firma und dort waren die "Sacramenter" auch schon eingetroffen. Zwischendrin hab ich bei meinem Freund SEPP (Joseph Isip) angerufen und ein Treffen für Samstag organisiert. Ihn kenn ich ja schon ein paar Jahre aus dem TermPro Forum und vor 2 Jahren hatte ich ihn ja schon mit Wicki besucht. Für Samstag stand also das Treffen und zusätzlich machte ich noch Team Tru Deron ausfindig, der auch auf dem Plan lag. Ihn wollte ich in dem Shop in dem er arbeitet besuchen, zusammen mit SEPP. So bis 14 Uhr haben wir uns dann weiter bei Atomic unterhalten über so einige Sachen und dann sind sie wieder aufgebrochen nach Hause in ihrem schicken Volvo. Ich hab mich verabschiedet, auch von George und Gina, bis zum Abend halt. Heute wollte ich sie zum Dank zum Essen einladen. Immerhin sparte ich ja ne ganze Menge.


Deswegen gings alsbald los in Richtung Westküste auf der ich so ca. 50-60 km entlang fuhr in Richtung LA. Dabei genoss ich die Aussicht auf das Meer (bin ja eigentlich net so ein Wasserfan) und stoppte ab und zu für ein paar nette Aufnahmen. Gegen 16 Uhr war ich dann am Santa Monica Boulevard angelangt und fuhr durch diese Einkaufsmeile hindurch um noch ein paar Minuten herauszuschinden bevor ich den Sonnenuntergang miterleben wollte. Den genoss ich dann von einem Parkplatz aus direkt am Strand, bzw. dem Teil wo man immer in den Filmen sieht wenn die Leutz da rumherjoggen und Gewichte stemmen. War wirklich sehr schön diese Stimmung wie man auf den Bildern wohl sieht.

















Als die Sonne nun weg war (leider hinter Wolken und nicht direkt ins Wasser "gefallen") hab ich mich wieder auf den Weg nach Simi Valley gemacht. Allerdings zu einer nicht so guten Zeit. Ich musste ja quer durch LA und das zum Feierabendverkehr ! Sagenhafte 2,5 Stunden brauchte ich für knapp 35 km ! Wobei die letzten 15 km eigentlich ausserhalb LA waren. Zum Glück gabs auf dem Weg ein KFC so das ich mir wenigstens ne Packung Maccaroni Cheese einwerfen konnte um nicht zu verhungern. als ich dann am Haus ankam warteten die zwei schon hungrig und wir sind gleich los zu einem "Buffet King".


Da gabs für lächerliche 12 Dollar pro person ein Büffet mit all you can eat ! Das hätte es mal öfters auf meiner Reise geben sollen ! Ich hab mir jedenfalls den Bauch ordentlich vollgeschlagen. Haben uns natürlcih gemütlich dabei unterhalten und sind dann gut gesättigt wieder heimgefahren. Dann gings auch nicht allzuspät ins Bett, denn erstens hatte ich ja auch was vor am Samstag (9Uhr bei Sepp sein) und zweitens gehts im Hause Wu immer früh aus den Federn ! Doch vorher bot mir George auch noch nen Koffer an ! Er hatte mitbekommen das ich wieder mehr Zeugs gesammelt hatte als ich in einem Koffer unterbringen konnte. So gab er mir den Koffer den seine Verwandtschaft mal mitgebracht hat aus China. Wollte ihn erst gar nicht annehmen, aber ich sagte, falls er mal wieder in D is und den Koffer braucht, kann er ihn wiederhaben.


Tag 32:
"LA, Hollywood Falls, SEPP and Queen Mary"



Auch diesen Morgen begrüsste mich ein idyllischer Morgenhimmel mit spektakulärem Sonnenaufgang. Nach einem Instant Kaffee und einem, hm, weiss nicht was es war, Sojaähnlichem Knusperfrühstücksgebäck, bin ich dann gegen 8 Uhr los. Habe einen alten Wagen gesehen, der noch gut in Schuss war. Schlich aber lahm die Strasse entlang. Als ich überholte, sah ich ein altes Omachen am Steuer, das sicher nicht mehr in der Lage war richtig zu laufen. Hehe, das war vielleicht ein Bild ! Ein Wunder das sowas nicht verboten wird, vor allem, das noch nichts passiert ist !




Nun weiter zu SEPP. Dieser wohnt immer noch dort mit seiner Familie wie 2002. Er scheint auf ein eigenes Häusschen zu sparen in das er dann mit seiner Frau und seinem Sohn einziehen kann. Schnell fand ich das Haus und klingelte in dem Apartementgebäude. Mit einem "Üüüühh!!!" begrüsste er mich und wir gingen in seine Wohnung wo immernoch die 2 Computerbildschirme standen. Nach einem Hallo an seine Frau haben wir uns so ein bisschen über Neuigkeiten seit dem letzten Besuch unterhalten und dabei erspähte ich seine Sammlung an BMX Rädern (3 Stück + Mountainbike). Mit glänzenden Augen bat ich ihn ob ich nicht mal ne Runde drehen könnte. Keine gute Idee was meine Knochen betrifft. Immerhin war ich aus der "Limeshainer Freestyle Scene" (muahaha) schon über 15 Jahre raus und seitdem auch gute 20-25 Kilo schwerer. Egal, einige Tricks konnte man im Ansatz noch erkennen und es dauerte nicht lange bis ich mich voll auf die Fresse legte, hahaha ! Naja, so schlimm war es nicht. Beim Frontwheel Endo hab ich ein bisschen weit nach vorne gehangen und musste absteigen was mit den Kniehen und Ellenbogen auf der Erde endete. Und "die Kapp is vom Kopp" geflogen, was ja fast das Schlimmste war, hehehe. Nach diesen aufregenden 10 Minuten aufm Hof rumrollen und 5 cm in die Luftgehopse (für mehr reichts nicht mehr), ok, ein Bunny Hop über nen Begrenzungsstein hats gereicht (alles per Video festgehalten) war ich total am Ende und SEPP hat wieder das Bike übernommen. Naja, ein paar Wheelieversuche musste ich noch unternehmen. Die Quarter und die Halfpipe hab ich aus Vernunftsgründen dann doch besser ausgelassen... Da ich schon das Treffen mit Deron ausgemacht hatte sind wir dann losgezogen. SEPP hatte extra "Frei" genommen bei seiner Frau. Normalerweise ist Samstag Famillientag. zuvor haben wir uns bei Fatburger noch belustigt. Dieser ist ca. 300 Meter von SEPP´s Wohnung weg und er war nie da ! Aber jetzt wohl öfters denn die Burger dort haben ihm zugesagt. Dann noch einen kleinen Abstecher in das angrenzende Geschäft in dem es kleine Bikes zu kaufen gab. Hätte mir am liebsten so nen Elektrochopper mitgenommen ! War aber leider zu teuer und wo hätte ich ihn unterbringen sollen. So hab ich SEPP auf die Rückbank gepackt, denn vorne hatte ich ja den ganzen anderen Mumpitz wie Notebook und zahlreiche Bildaufnahmegeräte.




Gegen 14 Uhr erreichten wir dann die Gegend wo Deron arbeitet. Das war in Rancho Dominguez. Lustigerweise waren dort auch diese Kanäle die ab und zu bei Regengüssen beutzt werden als Abflussmöglichkeit. Da wurden die Aufnahmen für Terminator 2 gemacht wie mir Deron später mitteilte. Und schon waren wir auch schon angekommen. In einem vorwiegend mit spanischen Bürgern besiedeltem Gebiet war auch diese Art Einkaufszentrum wo der Shop angrenzt. Deron war grad draussen in seiner "Installer Bay", also unter nem 20 Dollar Zelt am Werkeln. Die meiste Zeit werden halt billige Radios reingeschmiert. Für mehr reichts meistens nicht. Nach der herzlichen Begrüssung hat er mir den Shop gezeigt und mich dem Chef vorgestellt, der eher einen gelangweilten Eindruck gemacht hat. Scheint wohl Alles nicht so gut zu laufen. Überall irgendwie nicht. Deron kam dann auf die überaus lustige Idee meinen Spezialfreund "Jarfunkz" anzurufen. Der mit dem ich mich so gut gestritten hab im TP Forum wegen den Punkten und der "ungerechten" Situation die grad im dB Drag in der Welt herrscht (gähn). Nunja, eine geschlagene halbe Stunde hab ich mit dem gequatscht. Hätte mich lieber mit Deron unterhalten, naja, wir hatten dann noch ein paar Minuten die Gelegenheit bevor wir uns verabschiedeten.






Vorher gab uns Deron noch den Tip die Queen Mary 1 zu besuchen. SEPP willigte freudig ein und ich war auch recht angetan von der Idee. Immerhin war das mal das prächtigste Kreuzfahrtschiff. Jetzt liegt es fest in LA , bzw. Palm Beach im Hafen und dient als Museum, Hotel und Eventlocation. Also ging die Reise lustig weiter zur Queen Mary. Dort angekommen hiess es erstmal wieder 10 Dollar latzen fürs Parken. Egal ob nun kurz oder lang. Aber wenn man was sehen will, und Urlaub kost immer Geld (c; Allerdings waren mir die 28 Dollar pro Person für die Begehung des Schiffs und die 12 Dollar pro Person für das rumlaufen auf nem alten Sowjet U Boot dann zuviel des Guten. Von aussen bekam man auch so nen Eindruck über die Grösse und Anmut dieses Schiffes. Gut, ne Nacht im billigsten Zimmer hätte 135 Dollar Plus gekostet, incl. Museumseintritt und freier Bewegung auf dem Schiff. Das wär schonmal interessant gewesen. Aber da wieder kein gescheiter PArkplatz da war, der Weg zum Flughafen weit und das Zimmer auch noch unter Wasser gewesen wäre, hab ich das mal ausgelassen. Immerhin plane ich die nächste Reise mit einer Kreuzfahrt zu verbinden, entweder vor oder nach den Finals. Kost höchstens 4-600 Euro mehr und man spart sowieso Hotel und Essen. Und man spart die Fahrerei die ja mit der Zeit auch nervt. Und da man auf See eh nix unternehmen kann als sich des Schiff und die Leute anzukucken...







Die Queen Mary ist auch mit recht dicken Stahlseilen festgemacht. Mann, das wären mal Stromkabel was? Ok, SEPP und ich haben dann nach einigem Sight Seeing, es war eine Art "europäischjes Dorf" dort mit Kulissen aufgebaut, für die Touris, wer weiss was die sich dabei gedacht haben, als ob das bei uns überall so aussieht, die Rückfahrt angetreten. Ich wollte nochmal zum Hollywood Hill um dort nen Sonnenuntergang zu erleben. Ausserdem war ein Remake von unserem Foto von 2002 geplant, als der Hügel im Nebel lag. Mühsam kämpften wir uns durch den Verkehr und durch die Innenstadt von LA. Auch hier wieder Erinnerungen aus Filmen wie Lethal Weapon aufgefrischt, wo Danny Glover und Mel Gibson durch das Büro in einem Hochhaus gefahren sind (Unterhaltung pur, jenseits der Realität, aber egal). Da kam SEPP auf die glorreiche Idee mich nach so lustigen Sachen zu fragen ob wir denn in Europa Rolltreppen hätten ! Ha ! Ich wusste es. Und Coca Cola ! Eieieiei ! Ich sagte ihm : Oh mann ! Das hammer doch Alles schon seit 2 Jahren ! Ich merkte das es ihm schon bei der Frage peinlich war, aber irgendwie sind die Amis da drüben so desinformiert wie man nur sein kann. Grad heut hab ich wieder "irgendwo" gelesen (hehe) das es da extra ein Departement für "Desinformation" gibt. Da werden dann bewusst so Possen gerissen. Naja, und dann wundern se sich wenn die "Welt" deren Mittelpunkt ja Amerika ist, ein schlechtes Bild von den Leuten hat. SELBERN SCHULD !








Jedenfalls stand die Sonne schon sehr tief als wir am Fusse des Parkes, der auf dem Berg ist, wo auch dieses Observatorium steht (Oh Mann, da muss ich auch noch mal rein). Irgendwie hatten noch mehr Leute das Bedürfniss auf so nen Sonnenuntergang. Glücklicherweise fanden wir grad noch nen Parkplatz. Dann gings die paar hundert Meter hoch zum Aussichtspunkt wo man über LA blicken kann und das mittlererweile leicht rot gefärbte Hollywood Schild sehen konnte. Wir haben erstmal das "Remake" geschossen und dann gewartet bis die Sonne unterging. Ich habs natürlich wie immer ausgiebig fotografiert.




Dann, in der Dämmerung, als nach und nach die Lichter in LA angingen konnte man einen faszinierenden Blick auf diese Umgebung werfen und diese Struktur aus Häuser und Strassenlichtern ist in dieser Grösse schon sehr beeindruckend. Konnte dann mit einigen Belichtungszeitenanpassungen paar schöne Aufnahmen machen, bevor ich SEPP wieder zu Hause bei seiner Famillie abgesetzt hab.








Ich wollte heute früher bei George und Gina sein um sie nochmals in dem Buffet King zum Essen einzuladen. Da waren mir doch am Tag zuvor ein paar nette Sachen entgangen, wegen, nennen wir es mal Platzmangel. Doch ich hatte die Rechnung ohne den Schorsch gemacht. Als ich ankam sprang Gina schon ins Auto und holte bestelltes Essen, HMPF ! Es sollte Chicken geben von einem ansässigen Spezialitätenladen. Allerdings war er so speziell das das Huhn wohl extralang gebraten wurde und so knüppelhart war das es George wegwarf und nochmal zu KFC düste. Was ne Verschwendung, das hätt doch nochemal e Supp gegeben (c; Egal, beim Essen des "Menüs" äusserte ich meine Pläne für den nächsten Tag. Ich wollte ja die Universal Studios besuchen. gina meinte es gäbe da in Zeitungen Coupons für ermässigten Eintritt. Und zufällig war grad einer in der Tageszeitung. Das war auch gut so, denn der kostet um die 49 Dollar ! So gabs Ermässigung auf immerhin 36 Dollar. Ich glaub die Amis machen Alles extra teuer nur damit die Leut Coupons sammeln müssen. Und da die dort alle so faul sind, machen sie es nicht und so fliesst die Kohle halt. Was weiss ich, vielleicht isses ja net so, aber so kommts mir vor. Wir haben uns noch ein bisschen unterhalten und dann bin ich zu Bett gegangen. Morgen wieder wie gewohnt früh raus. Na sagen wir mal eine Stunde später, so um 8. So packte ich schonmal meine mittlererweile 2 Koffer und schlummerte sanft ein, zu meiner letzten Nacht in Atomic Mountain...


Tag 33:
"Universal City"



Diesen Morgen gabs keinen heiteren Sonnenaufgang leider. Es regnete. Dann gerade wenn ich durch die Universal Studios gehen wollte. Naja, man kann net immer Glück haben. Nur komisch das es sonst nie regnet in LA, nur wenn ich da bin... Also auf zum letzten Frühtück mit den Wu´s, noch so ein Sojaknusperding eingeworfen und den letzten Rest Instant Coffee aus dem Glas gekratzt. Hatte noch von meiner Reise Honeynutrolls übrig und Milch, diese Sachen wurden dann noch verzehrt. Gina gab mir den Coupon für den Eintritt bei den Studios. Danach hab ich meine Koffer und anderen Utensilien ins Auto gebracht und mich verabschiedet. Und was war denn da? George meinte, "Michael, look at the bird" ! Hä? Das war doch tatsächlich ein Californischer Rennkuckuck der da im Gehölz rumlief und Essen suchte ! ENDLICH ! Konnte mich an meine Videokamera schleichen und ihn ein bisschen filmen. Gut, is halt ein Vogel der lieber läuft anstatt zu fliegen, wird mancher von Euch nun sagen. Aber ich kenn den schon so lange aus Fernsehberichten und nun hab ich endlich mal einen in live und aus der Nähe gesehen ! Hoffentlich sieht man sich bald wieder sagte ich dann zu George und Gina. Mein Basshaus steht ihnen jederzeit zur Verfügung. Dann bin ich den Berg runtergerollt und hab mich vom Atomic Mountain entfernt. Aber mein Weg führte mich noch ein letztes Mal an den alten "Mauern" von Cerwin Vega in Simi Valley vorbei. Nichts erinnert mehr an die ruhmreiche Zeit. Nur ein kleiner Aufkleber auf der Tür. Im Hinterhof sah ich noch ein paar Container mit Gelumps. Vielleicht hätt ich mal kramen sollen um nen alten Stroker Korb dabei zu finden, hehe. Was solls, jede Ära geht mal zu Ende und hoffentlich kommt der neue Stroker mal bald und taugt was er so gross verspricht. Jetzt erstmal zu den Universal Studios, wo ich meinen letzten kompletten Tag in LA verbringen wollte, wenns geht in Ruhe, mit viel Spass und wenig Regen.





Bei der Einfahrt gings schon wieder los. Eintritt fürs Parken. Und zwar lockere 24 Dollar für einen Tag ! Und dann noch nicht mal in der Nähe des Eingangs ! 15 Minuten Fussmarsch. Nö, da gabs aber die Möglichkeit für Handicap Parken. Zum Glück konnte ich die freundliche Schrankenwärterin davon überzeugen das ich so meine Probleme hab, ohne mein Bein dafür frei machen zu müssen. So bekam ich für 12 Dollar einen Platz directed am Eingang des Parks. Nachdem mir dann ein junges Mädchen mit ihrem Cabrio ganz kurz und gefühlvoll hinten an die Stossstange gefahren ist, und ich mich versicherte das nix beschädigt war und sie dann beruhigte, ging die Schranke auf und ich fuhr bis ganz nach vorne. Da sah ich auch schon die Weltkugel aus Edelstahl die sich vor dem Eingang dreht. Zum Glück hellte der Himmel etwas auf und es regnete nicht mehr.






So ging ich erstmal die Eintrittskarte kaufen bevor ich meine Sachen aus dem Auto nahm. Also dann die 36 Dollar bezahlt was schonmal stolze 48 Dollar mit Rabatt sind, ohne auch nur nen Fuss in den Park gesetzt zu haben. Für 79 bzw, jetzt 59 Dollar gäbs eine Art "Jahresticket", aber was soll ich damit. Die VIP Version für 135 Dollar schonmal gar nicht. Da wird man dann mit Tourführer rumhergegondelt. Aber wenns net sooo teuer wär eine lustige Sache. Den Front of the Line Pass für 89 Dollar hab ich mir auch gespart, weil ja eh nicht so viel los war bei den verschiedenen Attraktionen. So trat ich nun ein in die Welt des Filmes. Überall Kulissen und Leute die wie die bekannten Schauspielr gekleidet waren. Z.B. die Marx Brothers, die da umherliefen und ulkten. Die bunten Häuser dienten zum Teil, oder dienen noch, als Kulissen für Filme und hier und da sieht man "Hot Set", das heisst dann war oder ist ein Drehort. Eine Attraktion war gesperrt weil grad ne TV Show gedreht wurde. Zunächst zog es mich in "VanHelsings" Burg. Also die original Kulisse aus dem neuesten Film. Da ich den noch nicht kannte wusste ich das nicht. Ist mir aber nachher wie Schuppen von den Augen gefallen als ich erkannte das ich da schonmal gewesen bin was ich da im Film sehe. Schon lustig. Das Ganze wurde halt zum Gruselkabinett umstrukuriert, bzw. ist sowieso schon von Anfang an so geplant gewesen. Money rulez. Dort sind dann Angestellte mit Kostümen rumgerannt und haben die Leute erschreckt. Wie aufm Jahrmarkt halt. Und die Amis sind ja auch so ein Volk was dann schreiend "Oh my God" durch die Gegend rennt. Haha, einem hab ich aus Versehen gegen den Kopp gehauen als er sich bewegte während ich meinen Arm schwenkte mit der Kamera. Ich glaub der is mehr erschrocken wie ich.









Dann , als ich wieder draussen war stand ich gleich vor den Autos aus Fast&Furios. Die standen in einer Strasse mit verschiedenen Häusern die auch in diversen Filmen zu sehen waren. Z.B. Bücherei aus Notting Hill. Daneben ein Filmtheater und davor das "Bluesmobil" das in dem Bluesbrothers Film so für Aufregung gesorgt hat. Is da am Verrotten. Hab mir gleich mal den grossen Lautsprecher auf dem Dach angekuckt und wurde nicht enttäuscht. Alles Pappdeckel, hehe !




Dann gings weiter durch die Kulissenstrasse. Auch Klein Paris gabs da. Ein "französischer Hinterhof" in authentischer Gestaltung. Naja, ich war schonmal in so nem französischen Hinterhof. der sah ganz anders aus. Aber schön das wenigstens die Illusion ein gutes Gefühl entstehen lässt. Am Ende der Strasse war "Cyberdyne Systems" und die Show Terminator 3000. Daneben natürlich der zugehörige Souveniershop wo man Alles rund um den Terminator kaufen konnte. Und die original Skelette waren da im Schaufenster zu bewundern. Da hat schonmal gekribbelt ! Davor eine Harley mit Papphintergrund wo man sich, natürlich gegen eine Schutzgebühr von 20 Dollar, in bekannter Pose auf dem Mopped ablichten lassen konnte. Hab mich natürlich selber fotografiert, hehehe, und die 20 Dollar selber eingesteckt...







So gings dann weiter in verschiedenen Themen, Rock Vegas von den Flintstones, die Shrek 2 Welt, die Looney Toons, die Westernstadt mit Tombstone, das ja in Wirklichkeit ganz anders aussieht wie ich ja nun weiss, die Jurassic World etc. So bin ich durch diese Welten geschlendert und hab viele lustige Fotos geschossen. Nett war auch der Esel von Shrek, der aus nem Wagen rauskuckte als sprechende Puppe. Der unterhielt sich dann live mit den Leuten die vorbeikamen. Hulk hab ich gesehen und mein Kopp und das Maul eines Riesenhais gesteckt. Die Zeitmaschine aus Zurück in die Zukunft, den DeLorean (hatte zuvor nen fahrenden in LA gesehen), die Kapsel (original) aus Apollo 13 (aus Holz und Pappdeckel, sieht von Nahem soo schaise aus,hehe)






Alle Attraktionen konnte ich nicht mitmachen. Aber geschafft hab ichs in :
Terminator 2 3D (wo es eine eindrucksvolle 3D Weiterführung der Geschichte gab mit Originaldartellern, zumindestens auf der Leinwand, mit Laser , Sound und Effektshows)
Van Helsings Schloss, wie oben beschrieben.
Back to the Future (wo man mit Doc Brown den durchgeknallten Biff fangen muss)
Jurassic Park Wasserbahn (wo es sehr spritzig zugeht und am Ende 15 Meter runter)
Fluch des Paharo (Indoor Achterbahn die mal richtig abgeht ! Vorwärts und Rückwärts)
Backdraft (Originalkulisse mit eindruckvoller Pyroshow und Hintergrundinfos)
Shrek4D (Wo nicht nur optische Effekte den Zuschauer "ereilen")






Die Shows sind alle sehr aufwändig und liebevoll gestaltet. Man hat zum Teil das Gefühl die Storys wären echt. Da gibt es Zeitungsauschnitte und Sachen die in Filmen als Nebensache auftauchen sind sehr gut ausgearbeitet. Alles sehr professionell getimet so das möglichst viele Personen pro Tag durchgeschleust werden können. So gibt es meist drei Bereiche die dann schrittweise abgeteilt werden.Und eigentlich nach jeder Attraktion is der zugehörige Shop angeflanscht an dem man unweigerlich vorbei muss. Und man MUSS als Ami unbedingt seinen Kindern den China Nippes kaufen, sonst flennen die den ganzen Tag. Klar, so ein kleiner Velociraptor für 160 Dollar muss es schon sein für den Anfang. Und da ein Ding alleine in der Vitrine doof aussieht kommt noch ein Triceratops für 280 hinzu und ohne den T Rex für 350 Dollar ist sowieso keine Sammlung komplett und man ist der letzte Looser. Ich hab mich lediglich zu einem kleinen Menü für knappe 12 Dollar hinreissen lassen weil ich nach 3 Stunden schon gut Hunger hatte. Das bestand dann aus nem halben Liter Powerade und nem "Set" aus nem "Angusburger Cheese" (kostete 1 Dollar mehr) und ein paar Fritten. Beides schon seit mindestens 30 Minuten warmgehalten. Was solls, Urlaub is nie billich... Dieses Gelände lag unterhalb des Eingangsbereiches. Eine riesige Rolltreppe führte die Besucher auf und ab. Nicht ohne ausführliche "Bedienungsanleitung" die per Lautsprecher den ganzen Tag dudelte. Das man auch ja nicht hinfällt, oder die Kinder, und das keiner die Studios verklagen kann. Von der oberen Plattform konnte man schön die Berge sehen und wie LA sich dort anschliesst. Auch ein Blick über das gesamte Studiogelände war möglich. Ein riesen Komplex is das. Kein Wunder das das "Universal City" ist. Ein kompletter Stadtteil.






Eine schöne Sache war die Trolley Tour. Da gings mit einer aus drei Wagen bestehenden Tram durch die eigentlichen Studios, die "Soundstages" und eine aufgetakelte und nicht minder aufgedrehte Schauspielerin ohne derzeitige feste Anstellung (nennts wie Ihr wollt) begleitete die von Anfang bis Ende minutiös durchgeplante Tour die immerhin 45 Minuten in Anspruch nahm. Vorbei gings an aktuellen Drehorten und hier und da war ein Schauspieler zu erblicken (heute nicht für mich). In den Studiohallen waren Sets aufgabaut für Film und TV. Wir fuhren durch Strassen mit Häusern die so verdammt bekannt vorkamen aus Serien wie Ein Colt für Alle Fälle oder Star Trek, bzw. Enterprise. Durch die Fenster konnte man hinten die Holzgestelle sehen hehe. Wird halt immer nach Bedarf umgebaut.











Dann gabs in den Wägen Bildschirme die dann zeigten wie das wo man grad vorbeifuhr im Film ausgesehen hat. Z.B. Bruce allmächtig oder halt Jusrrassic Park. Da sind wir auch an dem Riesen Käfig vorbeigefahren (aus HOLZ), in dem Wald, in dem die Bäume aus Schaum, Plastik und Stahl bestehen und nicht aus Holz, denn das würde die Dreharbeiten nicht überstehen. Dann über eine Brücke die fast eingestürzt ist (gehört zur Show) durch die Stadt wo der weisse Hai sein Unwesen trieb (original Filmset, voll kleine das Ding wenn mans im Ganzen sieht). Da gabs dann Explosionen und der Plastikhai tauchte neben den Wägen plötlich auf. Klar, das blieb nicht nur kein Auge trocken, sondern auch NICHT die eine oder andere Hose, von Innen wie von Aussen. Dann wieder durch "aktive Soundstages" wo dann diese Szene mit der entgleisenden U Bahn kommt und dem Erdbeben etc. Hat eigentlich jeder schonmal von gehört. Ich dennoch in Live schon lustig.









Dann gings vorbei an dem "Dorf" wo die Schriftsteller und Drehbuchautoren abgeschottet leben wenn sie grad am Schreiben sind. Bräucht ich auch mal, dann würden meine Berichte schneller fertig. Dann wieder eine Runde durch die Kulissenstadt, diesmal vorbei an dem Theater wo Spiderman im neuen Film war, dem Rathausplatz von Zurück in die Zukunftm aber die Rathausuhr war nicht da. Dieser Bereicht wurde zum Beispiel mit am meisten umfunktioniert für diverse Filme. Dann war da noch "little Europe" wie immer eine amerikanische Vorstellung der europäischen Architektur. Da wird dann von jedem verschiedenen Betrachtungswinkel ein Land sichtbar, wenn man es denn so sieht. Also von links gesehen Frankreich und von Rechts Italien, Von hinten schräg links Deutschland etc. Direkt daneben der Tempel der in der Mumie zu sehen ist. Würde die Kamera also in der Mumie schwenken , sähe man direkt die Leute vor einem französischen Café an ihrem Cappucino nippen. Ach, da drehte der Wagen um, und was sah ich da??? EIN FLUGZEUGWRACK ! Nee, ZWEI ! Ahaa ! Da haben die doch tatsächlich was vor damit wie ichs mir dachte ! Mal sehen wann dann in den nächsten Jahren ein Katastrophenfilm erscheint damit ! Wer es zuerst entdeckt, bekommt von mir ein Menü in den bekannten amerikanischen Fastfoodketten ausgegeben ! Als Datum gilt dann die Zeit im Forum zu der gepostet wurde. Dann gings nochmal auswärts vorbei an nem Wasserturm in dem immer Aufnahmen gedreht werden die mit Hochwasser zu tun haben, wenn zum Beispiel Leute irgendwo reinfallen und gefangen sind. Wird sehr oft genommen das Ding. Nun waren wir in einem "mexikanischen" Dorf welches dann überschwemmt wurde. Auch hier wurde wieder die passende Filmszene eingespielt. Letztendlich waren wir jetzt in einer Art "Musterhaussiedlung" angelangt in der komplette Häuser standen. Also nicht nur Kulissen. Dort KÖNNTE man wohnen. Manigfaltige Filme und TV Serien entstanden hier. Z.b. das Haus der Munsters war da, das Haus von Tom Hanks aus meine teuflischen Nachbarn etc. Eins wurde sogar für ein Musikvideo angesteckt. Und dann wieder aufgebaut. Soviel Geld möcht ich auch mal haben was da für son Kram alles verheizt wird. Zurück gings dann durchs "Meer" das sich teilte. Naja, ein etwas anmassender Vergleich der da gezogen wurde, als der Trolley nun vor einem Fluss halt machte, der dann durch magische Kräfte geteilt wurde und durch den wir dann unterhalb der Wasseroberfläche durchfuhren, wenn ichs richtig ausdrücke nun hier. Vorbei an den Phantasiegebäuden aus "The Grinch" mit Jim Carrey und einem Western Dorf das in unzähligen Filmen Kulisse war, ging es dann zum Ende der Tour. Aber vorher nochmal an der Wand aus "Trueman Show" vorbeigefahren und an Thomas Magnums Ferrari.












Jetzt kommen einfach nochmal etliche Bilder des weiteren Verlaufs, die einfach hier mit reingehören.























Ich erwischte noch die letzte Fahrt in der "Mummy" Indoor Achterbahn und war mit einem einzigen Fahrgast alleine. Das Ding geht schon gut ab. Irgendwann is Schluss und es geht wieder Rückwärts weiter. das reisst schon gewaltig. Selbstverständlich wieder am Ausgang dann ein Foto wo die Leute am Dümmsten kucken, haha, ich hab beim Jurassic Park einfach mit meiner Kamera eins gemacht. Die hatte ich an während der lustigen Fahrt. Allerdings musste ich sie schützen ab und zu. Und die Kapp hatte ich auch auf, die musste ich dann festhalten wie man auf dem Foto oben vielleicht erkennt. Auch erwischte ich die letzte Vorstellung in "Backdraft". Mensch, diese Originalkulisse wurde schon gut heiss als die Flammen aufloderten. Möchte nicht wissen welche Hölle das bei den Dreharbeiten war.











Ein sehr anschaulicher und angenehmer Besuch in den Universal Studios ging so zu Ende. Es war auch schon dunkel und ich knipste noch mal alles mit Beleuchtung. So, jetzt war eigentlich nix mehr gross geplant und ich verliess das eigentliche Gelände weil der Park zumachte. Aber aussen, gings noch weiter. Und das nicht schlecht. Um den Park is ne Art "Broadway" aufgebaut mit Geschäften, Bars, Restaurants und nicht wenig Möglichleiten sein Geld loszuwerden. Nennt sich "City Walk". Auch ein Kino und ein Hardrock Cafe gehören dazu sowie eine überdachte Halle in der Nobelbars und Schickimicki Restaurants ihren Platz gefunden haben. Überall Stände mit fliegenden Händlern. Zuckerwatte, gebrannte Mandeln etc. Danach riechts dort. Ein ganz Jahres-Jahrmarkt ist das. Musste erstmal im Auto die Bilder hochladen aufs Notebook weil ich schon knappe 800 Bilder gemacht hatte. Es kamen dann nochmal 300 dazu weil ich knappe 2 Stunden nur ausserhalb des Parks verbracht hab in der bunten Lichterwelt von Universal City. Hier die Ausbeute :











Mittlererweile war es 20 Uhr und ich machte mich letztenendes auf den Weg zum Hotel, zum Best Western in Van Nuys, wo ich meine letzte Nacht in Amerika mit Ruhe geniessen wollte.


Endlich eingecheckt, zum ausgemachten Preis ludt ich nun endlich zum letzten Mal mein Auto aus und bin noch mal schnell zu KFC gefahren, wo ich dieses Jahr erstaunlich oft war. Dann noch nen netten Film gekuckt, ein bisschen nachgedacht und mich gefreut das das nu doch alles so gut geklappt hat und natürlich auch das es jetzt endlich wieder heim geht ! So schlummerte ich friedlich ein. Morgen musste ich nicht früh raus. Koffer waren gepackt und Auschecken erst um 12 Uhr. Am Flughafen musste ich erst um 14 Uhr sein, Mietwagen vorher halt abgeben. War aber Kleinkram und nicht kompliziert...


Tag 34:
"Jetzt reichts : Endlich Heeme gefahrn mit der Sch... !"



Soo, letzter Tag, gemütlich um 10 aufgestanden und die Reste gefrühstückt die ich noch hatte. Hab mich dann gegen halb 12 aus dem Zimmer geschält, ausgecheckt und mich ins Getümmel des Highways gestürzt. Waren zwar nur 15 km, aber immerhin mitten am Tag, wo der Verkehr schonmal zum Erliegen kommen kann. War aber nix. Deswegen war ich pünktlich bei National und hab mein Auto abgegeben. Die Beule hab ich gesagt, war vorher drin, und die da auch (die hatte ich aber bei nem Wutausbruch an ner Tanke reingehauen, hehe) jaja, wär Ok und ich wör "done" sagte die nette Lady. Hat mir noch 2 Gallonen Sprit draufgehauen, na was solls, Urlaub is nie billich... Hab also mein Notebook verstaut, weil Navi brauch ich jetz keins mehr. Der Shuttlebus brachte mich zum Airport und dort checkte ich sofort ein. Hatte ja die Horrorstories gehört von Olli, Keith und Tobi. Aber war eigentlich nix bei mir. Der Koffer wurde nur nach Sprengstoff untersucht und nichtmal geöffnet (bei Abflug in Frankfurt schon). So hatte ich noch Zeit um mich etwas zu entspannen nund ein bisschen den startenden Fliegern zuzukucken. Hatte noch vom Vorabend von KFC 2 Stückchen Filet und nen Krautsalat. Das pfiff ich mir zum Lunch rein. Der Letzte, bevors wieder was RICHTIGES zu Essen gibt daheim (c; . Dann gings ab in den Vogel.







Eigentlich hatte ich nen Fensterplatz gebucht aber da sass nun ein Inder. Und ich in der Mitte, aussen am Gang eine richtig alte (wie sag ichs nu politisch korrekt) farbige Frau, in Tücher gewickelt, so irgendwie. Na das kann ja lustich werden. Auf dem Flug gabs Spiderman 2 den ich noch nicht kannte. Und da meine netten Nachbarn so unterhaltsam waren, entschied ich mich den Film zu kucken. Mein Indischer Freund schaute sich auf seinem Notebook den neuesten "Bollywood" Schinken an. Grauslich. Die liebe in Leinen gewickelte Dame sang fast unaufhörlich irgendwelche nigerianischen Gebetslieder, wohl um sich zu beruhigen, weil andauernd die Maschine von Luftloch zu Luftloch schepperte.




Beim Essen war das nicht minder spannend. Von links das von mir auch noch erträgliche Gesumme, und rechts schmatzte der Inder wie eine Kuh so das ich mir den einen Finger ins Ohr gesteckt hab so unappetitlich war das. Dachte mir lieber Ohrenschmalz am Finger als das Geschmatz im Ohr. Dann hat der Jeck dauernd Fotos gemacht. Auch beim starten und Landen. Mach ich ja auch, ABER NICHT MIT BLITZ ! HMPF ! Jedes Bild was er kontrolliert hatte war komplett weiss, weil die Scheibe gespiegelt hat. Und dafür hätte er fast die Aufmerksamkeit des Bordpersonals erweckt ! Ich hab dann mit Videokamera und Foto gleichzeitig hantiert, so demonstrativ vor ihm rum halt, wollte ja auch was mitbekommen wenn ich schon net meinen Fensterplatz bekommen hab. Nach 9 Stunden näherten wir uns Frankfurt und die Reise schien nun wirklich bald zu enden. Konnte trotzdem ein paar Blicke auf die Landschaft werfen, die zum Glück ab und zu nicht von Wolken bedeckt war. Da haben wohl paar "Freunde" von mir versucht zum Willkommen ein grosses "Ü" auf dem Boden zu "bauen". Mit was auch immer. Sind aber nicht fertig geworden wie man auf dem Bild sieht ! Trotzdem Danke ! Wer auch immer es war (c;



Wieder auf deutschem Boden angekommen, und der unbarmherzigen Kälte ausgesetzt suchte ich meine Koffer zusammen und passierte den Zoll. Es dauerte auch nicht lange da fand ich meine Eltern die mich freundlicherweise wieder abgeholt hatten. Die Koffer und der Rucksack verschwand im Kofferraum und es ging endlich wieder über die gute alte Autobahn zurück nach "Hainchen" wo ich jetzt gute 56Wochen schon an dem Bericht sitze und nun endlich fertig hab. (naja , hatte ja noch andere Sachen zu machen. Autos sind mittlererweile auch wieder da und der erste dB Drag schon wieder absoviert). Das war dann der Bericht von der ÜSA Reise 2004.



ENDE !




Wie schon in Episode 2 gesagt :
Es hat sich mal wieder gelohnt !



Und ich hoffe der Bericht war trotz seiner Rekordlänge angenehm zu lesen und hat doch einigen von Euch meine Eindrücke vermitteln können. Ich freue mich eigentlich auch zwischendurch mal wieder durch den Bericht zu stöbern und die Erinnerungen nochmal aufkommen zu lassen. Mal sehen was die Zukunft so bringt und wieviele Berichte dieser Art noch folgen werden. Eines kann ich versprechen, ohne das man mich mit Waffengewalt zwingt, werden sie nicht mehr so gross...
Bis dahin,

Üüüühh!!!
Michael




Hier wieder einige Bilder von mir mit diversen Leuten, die ich traf und welche ich zum Teil schon eine ganze Zeit kenne. Bestimmt kennt der Eine oder Andere jemanden. Es sind auf alle noch einige mehr Freunde dazugekommen. War auch wieder lustig zu sehen, das so weit weg von zu Hause Linsen und nicht zuletzt die MTV Kameras auf mich gerichtet waren, wo ich doch ansonsten in dieser Rolle bin !



Episode 2


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